[2b] So süllen sich die statknecht von stundan teilen und zu den burgermeistern in ire heüser fügen und da warten, wartzu sie ir bedorfen.

Es süllen alle die, die mit den eychkarren faren, und auch yeglich andere, die umb lon auf dem pflaster farn, [desgleich alle mulner] verpunden sein, stetts die kuffen auf den sleyffen, die in dann zugeben sein, bey in zu haben, und alsbald fewer aufgeet, on alles vertziehen wasser damit zu zufüren.

Und wer das erst fuder wassers zu dem fewer bringt, dem sol man ein pfunt haller geben, und welcher das ander fuder bringt, der sol haben 60 pfenig, und der das dritt fuder bringt, 30 pfenig, also das der erst, der ander und der dritt mit einem oder zweyen bring und wissenlich mache, welcher der erst gewesen sey, das darumb nit aide gesworen werden. und darnach als oft und manichen karren mit wasser ein yeder, wer der ist, zu dem fewer bringt, der sol von yedem karren 10 pfenning lons haben.

[3a] Und ein yeglicher lonknecht, der mit seins herren oder meisters pferden wasser zu füren wirt, der sol haben den vierden pfenning von dem gelt, das er mit wasser zu füren zu dem fewer verdient, darumb das er dest ee vertig sey zu dem fewr und mit faren destbaß anhalt.

So sol der Knopff, [oder wer der der stat vischer ist], auch gepunden sein ein karren und darauf ein vaß zu haben, wenn fewer außkumpt, das er emssiclich wasser damit zu fure.

Der new spital sol auch gebunden sein, stettes zwen karren und darauf zwey vaß zu haben, und wenn fewr aufgeet, so söllen die von stat an emssiclich wasser damit zu füren.

Auch sol man in dem marstal bestellen, das man allweg vier wol gepunden kuffen auf slayffen hab und dartzu ein karren oder zwen mit schefflin, und so bald fewer außkumpt, so sol der anschicker in der Peund mitsampt den, die im zugeschickt sein, dieselben kuffen und scheffer zu sölichem fewer schicken und bringen, das man fürbaß [3b] das wasser, das zu sölichem fewer gefürt wirdt, darein gieß, das es die leut destbaß geprauchen und genützen mügen.

Item man sol auch bestellen bey dem Tyrgartnertor zwen karren mit schefflein, desgeleichen bey dem innern Frawentor, bey dem innern Spitallertor, bey dem Irherturl, an sant Seboltz kirchoff und auf der Peunt; die süllen die vierteilmeister daselbst zu holn bestellen, wenn des not tut. so sol der Gürtler in der Peunt gefliessen sein, sollich schaff in guter acht zu haben, domit sie in wesen beleiben, und an kein ander end dann zu dem fewr gepraucht werden, das die albeg gantz und vertig sein, und ob keinerley daran geprech, das er sollichs den viertailmeistern zu wissen thü, domit sollich schäff wider gevertigt und gepessert werden.

So sol man auch bestellen in yedes thor und türleinsperrers hause 10 schafe; dieselben sperrer söllen auch gepunden sein, söliche schafe bey in unverruckt und in acht zu haben, das die icht erlechnen oder verloren werden. und wenn es in ir refyr prynt, so süllen sie söliche schefflach onvertziehen zu dem fewer pringen.

[4a] So hat man yedem müller hie von der stat geben zwo messin sprützen; dieselben sprützen sol der muller behalten und dartzu sehen, das die vertig seyen und nit verderben noch verloren werden bey der puße zweyer pfunt newer haller, die darauf gesetzt ist; wenn sein not tut, das er die habe.