Darumb soll der stat paumeister einem morter rurrer zu taglon geben, wenn er arbeit und morter rurret, von sant Gallen tag piß auf sant Peters tag stullfeier alle tag dreizehen pfenning, und von sant Peters tag wider auf sant Gallen tag sibenzehen pfenning und alle wochen zwen pfenning badgeltz, und von einem, zweien oder dreien tagen ein pfenning badgeltz.

[19a] Wenn dann der deckermeister dagknecht und morter rurrer also gehorsam thun der stat paumeister, so soll inen ein paumeister geben zwue oder drei maß weins zu leikauffe.

[19b] Von der decker knecht.

Es mussen auch der stat decker, dagknecht und morter rurrer haben knecht und hantreicher, die inen zutragen und hantreichen. derselben knecht sol [in] ein paumeister vor den [taglonern], die sunst an der stat arbeit gelobt sein, zuschicken zwen oder drei als vill sie der bedorfen. solichen [taglönern und hantreichern] soll man geben von sant Gallen tag biß auf sant Peters tag stullfeier zehen pfenning, und von sant Peters tag biß auf sant Johanns tag vor der lateinischen pforten eilif pfenning alle tag zu taglon, und von sant Johanns tag biß wider auf sant Gallen tag zwelf pfenning alle tag zu taglon, wenn sie arbeitten pei den deckern, und alle wochen zwen pfenning badgeltz, und von einem, zweien oder dreien tagen ein pfenning badgeltz.

[20a] Von des deckers pferde.

Auch mussen darzu der stat decker haben einen mit einem karren und pfert, der inen zu furt zigel, sande und zeug, wo sie decken, als dann ietzund thut der knab und Gürtlers pferd in das achtzehest jare, und noch vert. und nachdem man aber nit alleweg zu decken hat, wo man dann solchs des Gürtlers knaben mit dem pfert bedarfe sunst zu der stat nottorft ettwas zu furen, das soll er thun und willig sein. darumb ich ime gib, als im die andern paumeister auch haben geben, alle tag wenn er arbeit, winter und summer, ein und zweintzig pfenning ein tag und alle wochen zwen pfenning badgeltz, und von einem, zweien oder dreien tagen ein pfenning badgeltz. darzu furet er einen von der stat truhen karren, den man ime leicht nach altem herkomen.

Hette aber der Gürtler kein pfert, so must der stat paumeister sünst einen gesellen und pfert bestellen, der auf die decker wartet und inen zu furet wes sie bedorften etc.

[20b] Von dem tünchermeister.

Nach dem allen soll der stat paumeister einen redlichen tuncher meister bestellen und mit ime sein abrede haben, ob man sein das kunftig jare icht bedorfe, das er dann gewertig sei mit allen seinen gesellen. und zu vorauß auf das minst soll ein tünchermeister der stat paumeister vorsehen mit einem redlichen tuncher gesellen, der getrew und richtig sei mit der arbeit, des man [gemeiniglich] alle jar bedarf zu stuben auf den versperten turnen und herniden zu weissen, verstreichen, und zu zeitten der stat pöden zu verstreichen und estreichen zu pesseren.

Demnach dann tuncher meister und ir gesellen in dem lon als zimmer und maurrer meister und ir gesellen alleweg herkomen und gewesen sein, und ein erber rat aber denselben iren lone gemert hat, so hat man den tunchermeistern und iren gesellen iren lone auch gemert, also das man einem tunchermeister zu taglon geben soll, wenn er arbeit und sein eigen werckzeug hat, von sant Gallen tag biß auf sant Peters tag stullfeier zweintzig pfenning, und von sant Peters tag piß wider auf sant Gallen tag vier und zweintzig pfenning, und [alle wochen] vier pfenning badgeltz und von einem, zweien oder dreien tagen zwen pfenning badgeltz.