Einem tuncher gesellen soll man desgleichen von sant Gallen tag piß auf sant Peters tag stullfeier sechtzehen pfenning zu taglon geben, und von sant Peters tag piß wider auf sant Gallen tag zweintzig pfenning, und alle wochen zwen pfenning und von einem, zweien oder dreien tagen ein pfenning badgeltz.

[21a] Was man aber estrich schlaher bedarf, die mag der stat paumeister bestellen, so er nechst mag, oder von seinen gelobten [taglonern] doran stellen, ob die anders tugenlichen darzu sein.

So hat ein tünchermeister, der also zu der stat arbeit verpflicht und gewertig ist, nach altem herkomen piß her alleweg gehabt einen thuren, dorein er unten sein eigen rigel und rust pretter behalten und verspert hat, als dann meister Niclas Schleicher der tuncher noch innhen hat an der hochen stat maur bei der Walk, der do gezeichent ist mit dem rotten p etc. [darauß er der stat paumeister alle jare zwen kreutzkess gibt zu Walpurgis] [1 Mai].

[21b] Von der stat pfert.

Mer soll der stat paumeister mit einem, dem er getrawen mag, bestellen zwai pfert und ein knecht, der darmit fare und auch darpei helf zu greiffen mit auf und abladen an allerlei, darzu man sein bedarf an der stat arbeit das zukunftig jare, und das soliche pferde auch sittig seien und in kerren und entzen wegen zihen. und wo man aber eines pferdes allein bedarf, also das sie an zweien enden musten sein und von einander gesetzt wurden, darzu darf jener der sie stelt an der stat arbeit nit zwen knecht haben, sunder ein paumeister soll ein knecht zu dem einen pferde schicken, der darmit fare. wo man aber ir beder bedarfe, do soll jener der sie stellt ein knecht zu haben, der dann alle morgen auf die Peunt damit kum, auch willig und gehorsam sei einem schaffer und anschicker, an was arbeit man ine schickt zu furen, das er das thue und auch zu rechter zeit zu und absetz von der arbeit als ander arbeitter, alles ongeverlichen.

Einem solichen, der pfert an der stat arbeit leicht und stellt, dem gibt man auf ein pfert von sant Gallen tag piß auf sant Peters tag stull feier alle tag sechsundzweinzig pfenning, und von sant Peters tag wider piß auf sant Gallen tag acht und zweintzig pfenning zu taglon. und wenn man der pfert eines oder zwai bedarf, so soll jener des sie sein einen knecht darzu stellen; demselben knecht gibt man keinen lon, sunder man gibt ime wenn er damit fert alle wochen zwen pfenning badgeltz und von einem, zweien oder dreien tagen einen pfenning badgeltz, alles nach altem herkomen.

Darauf hab ich ietzund ettliche jare her von Peter Funcken, der stat walthawer, bestellet zwai pfert, die er mir leichet mit sampt seinem knecht, oder er fert selber darmit hinnen, wenn ich der zu der stat nottorft bedarf, umb den obgeschriben lone.

[22a] Auch so hat der Gürtler ein gutz karren pfert in kurtz kauft, darzu ich der stat tagloner ein alle tag leihe, der darmit ferte am stein karren und an ander der stat nottorft. darvon gib ich ime von sant Gallen tag biß auf sant Peters tag stullfeier sechsundzweintzig pfenning ein tag, und von sant Peters tag biß wider auf sant Gallen tag achtundzweintzig pfenning zu taglon.

[22b] Von dem schütmeister.

Der stat paumeister soll auch bestellen ein schütmeister, der der schut allenthalben wart vor den thoren und ine der stat, als dann vor alter herkomen ist. und ein solichen schutmeister hat man zu zeitten auch gefurdert an der stat arbeit, doch das er unter sein stunden, die einer sunst feiert, der schut gewart hat, damit der stat arbeit nit versaumet gewest ist, als ich dann ietzunt im andern jare den Cuntz Künnen schutmeister bestellt und noch habe, der dann auch einer von den gelubten [taglonern] ist.