Furpaß und wenn dann der Gürtler der stat paumeister die wochen zettel also gibt, und der paumeister die summ sicht wie vil das machet, und dann der stat meister der maurrer einem [29a] paumeister auch gesagt hat von einer eiche von sovil oder sovil [stein oder quader] etc. und ob dann der stat paumeister die wochen sunst mit [niemant] rechen will oder zu bezalen hat, dozu er vill oder wenig geltz bedarf, nach dem allen soll der stat paumeister denn geen in die lossung stuben und do gelt von den [lossungern] vordern und einnemen, domit er die ding bezallen und außgerichten mug. dasselb gelt soll dann der schaffer, als ietzunt ist der Gürtler, helfen der stat paumeister alsbald zelen und ie vier pfunt alt in ein puchslein zelen, und das in die puchsen thun, die dorzu gehoren, dardurch er gewar wirt, ob er das gelt alles vindt, das im dann die lossunger geben haben auf das moll etc. und was er pöser pfenning dorin vindt, die soll man auß klauben und die den lossungern wider geben, die wechseln die gern und wollen nit, das man den [taglonern] und arbeittern poß gelt geben sull, das haben sie mir aigentlich bevolhen.

Auch was geltz die herren auß der lossungstuben also der stat paumeister geben, das ist alleweg muntz als pfenning oder haller und kein golte, das schreiben sie in der stuben in ir register. des gleichen hat der stat paumeister ein gegenzettel oder registerlein auch von bergamen, dorein schreiben die lossungschreiber auch alspald was der paumeister einnimpt, und was er also einnimpt, das wirt alles nach pfund novi angeschriben und [auß der] losungsstuben also gerechent. in der gleichen gestalt muß es der stat paumeister auch wider verrechen am außgeben als nach pfund novi.

Wenn dann der stat paumeister das gelt also zelet und das in die puchslein ie vier pfunt alt gefast hat, so soll der paumeister dann fur sich nemen die wochen zettel, und nach derselben zettel dann rechen, und in sundere andere puchslein, die ich darzu hab machen und zeichen lassen, zelen den meisteren, gesellen, taglonern und andern, einem ieden sovil und im gepuret.

[29b] Item am ersten haben die zimmergesellen und steinmetzen einerlai puchslein und sein auch gleich am lon, und auf iren puchslein steet ein peihel und ein steinext.

So haben die tagloner alle gleich puchslein, dorein man einen gleichen lonne durchauß zelt, und auf denselben puchslein steet ein D.

Des gleichen haben die meister auf iren puchslein, der zimmermeister zwai peihel und ein moßstabe, des gleichen der maurrer meister zwai steinext und ein moßstab, und also die andern decker tuncher pflastermeister und ir gesellen, ir ieder sein besunder zeichen auf der puchsen.

Nun wenn man also einzelt auf das letzt in die lönpüchslein, so rechet man und zelet einem ieden ein gantz wochen lonne ein, sovil dann werckentag dieselben wochen gewest ist, durchauß etc. und wenn man dann lonet so freget der stat paumeister die gesellen und arbeitter in ein gemeine, welicher minder dann ein gantz wochenlone habe, das sich derselb melde und das sage. welicher dann hat außgesetzt oder zu thun gehabt, dardurch er aussen blieben oder von der arbeit gewest ist seiner nottorft oder gescheft halben, der sagt dann es: einer ein tag, ein halben tag, ein stund, etzlicher zwu oder drei stund etc. sovil nach anzall nach dem tag lon nimpt der stat paumeister dann wider auß desselben puchslein fur dieselben halb oder gantz tag, und ist es ein steinmetz, tuncherer, pflasterer, decker oder zimmergesell, der einlutz stund aussen gewest ist, das ist alleweg zwen pfenning fur ein stunde; ist es aber ein tagloner so ist es alle wege ein pfenning fur ein stund, die im ein paumeister minder geben [30a] sol. des sein sie alle willig und haben des kein wider rede. so bedarf ein paumeister nit sorgen, das ir keiner gantzen lon ein neme und stillschweig, dann ob er gern schwig, so schweigen sein gesellen nit, die rugen ie einer den andern.

Und wann es dann zu zeitten ist, das ein arbeit als nöttig ist, also das sie die stunt oder etzlich stunt steen im tag und pei der arbeit pleiben, do sie sunst abgeen mochten; so gibt inen ein paumeister desgleichen ie fur ein stund zwen pfenning wie oben steet, alles nach altem herkomen.

Nun wenn die taglon also eingezelt sein in die lon puchsen, so gibt der stat paumeister als pald dem schaffer oder Gürtler sein wochen solde und darzu des schutmeisters und der pferd lonne, die derselb Gürtler oder ander dieselb wochen an der stat arbeit gehabt haben; dieselben zalt dann furpaß der Gürtler etc. sovil und ir iedem gepurt. welicher dann minder verdient het mit dem pferd, das gibt der Gürtler einem paumeister wider.