[32a] Darzu ist sunst ein gemeiner stat walthawer, der so hawet auf dem walde in sant Laurentzen pfarr, der einem erbern ratt alle jar ein sum geltz gibt, das im ein rat und ein amptman vergunt zimmer zu hawen zu gemeinen pewen in der stat. derselb walthawer und sein knecht thun auch alle jare gehorsam dem obersten amptman des waldes auf meinung als oben steet. was also der gemein walthawer zimmers hawet, zeichent er mit † creutz. mit demselben walthawer hat der stat paumeister nichtz zu thun etc. derselb walthawer getare kein zimmer noch holtz fur die stat noch ausserhalb der rinckmaur on laub des ratz nit geben.
So wirt das meiste holtz zu der stat nottorft alles gehawen auf der seitten in sant Lorentzen pfarre waldes, das dann vill geschlechter ist dann auf der seitten in sant Sebolts pfarre. wiewoll auf derselben seitten des walds in sant Sebolts pfarre auch vier gesworen walthawer sein, hawen sie doch nichtz zu der stat [nottorft] dann allein, wenn ein paumeister latten, eichener zeungerten oder gezenckter schrancken bedarf, die vindt man paß do dann auf der andern seitten in sant Laurentzen pfarr etc. das hawet der vier walthawer einer, genant der Klugel. auch lest man zu zeitten segpaum do hawen, gibt man von einem zu hawen sechs pfenning nach altem herkomen, oder zu füren herein hat man ettwann geben von einem segpaum dreiundviertzig pfenning; do muß man ietzunt geben von einem siben und acht groschen.
Auch so soll der stat paumeister alle goltfasten mit der stat walthawer abrechen. und wenn er also rechen will, so soll der stat werckmeister, der zimmermann, auch der schaffer und anschicker mitsampt der stat walthawer das holtz, das seint der nechsten rechnung herein zu der stat nöttorft komen ist, vor abzelen und das aigentlichen einem paumeister beschriben geben, von leng und groß und wie vill des sei etc. doch soll ein paumeister kein holtz zallen, es sei dann herein in die stat geantwort worden von dem walthawer etc. alles on geverlichen.
[32b] Wenn dann solche rechnung ie gescheen ist in pei wesen der stat werckmeister des zimmermanns und des schaffers, so hat ein paumeister ie gegeben des walthawers knechten vier pfund alt, und dem schaffer und anschicker sechtzig pfenning, und der stat werckmeister dem zimmerman dreissig pfenning fur ein trinckgelt nach altem herkomen. aber die zeit und der Hanns Coler paumeister gewesen ist, hat er dem walthawer alleweg geben siben pfunt alt rechen geltz fur alles ding, und hat furpaß ine domit lassen umbgeen. der hat dann darvon geben der stat werckmeister dem zimmerman sechtzig pfenning und dem schaffer sechtzig pfenning und des paumeisters ehalten sechtzig pfenning; also ist es biß her gehalten worden. aber nachdem und meister Hanns Dubinger abgangen ist, hat der stat walthawer dem statmeister dem zimmerman nichtz geben, denn ein moll so ist er mit ime auf den tag, als man rechent.
Nach endung solicher rechnung soll der stat paumeister fragen den walthawer, was er noch gehawens zimmers auf dem walde ligent habe, und aldo mit der stat werckmeister und schaffer rettig werden, was der walthawer biß auf die nechsten goltvasten mer hawen und fellen sulle, auf das, das man mit allerlai holtz versehen und verhanden sei auf der Peunt und im walde, doch das man das eltzt umber mer verarbeit, auf das, das es nit erspöre oder erfaul; do muß sich ein stat paumeister selber einrichten nach dem pesten. in dem walde leit aber das zimmer gar vill lenger auf den spennen, wenn es beschlagen und gewalthawet ist wider auf der Peunt oder im zwinger, es were dann gedeckt, das man doch auch nit alles gedecken kan.
Es soll der stat paumeister des gefliessen sein, das er mit dem walthawer bestell, das er ein viertzig dürrer segpaum auf den winter habe, nachdem und ein paumeister gemeinlich ein sege hat, die im pretter schneidt. ein soliche sege must feiern im winter pei den grün segepaumen, wo man nit durrer hett, dann die grün segpaum gefriesen [33a] und lassen sich nit schneiden im winter.
So mag der stat paumeister dem walthawer woll gelt leihen auf das gefellt holtz im wald oder sunst auf fur von holtz, das er herein antwort, von einer goltfasten zu der andern, und das ie mit ime abrechen, dann ein walthawer des von einer rechnung zu der andern sunst nit zu verlegen hat. darumb thut nott, das der walthawer getrew und frum sei, als am ersten steet.
Es hat auch der stat paumeister gewalt, das er mit der stat walthawer mag hawen lassen, was holtz er zu der stat notturft bedarf, on allein vorhen prunroren holtz, das dann nirgen dann in der meil steet, das soll der paumeister an einen erbern ratte pringen und do eines urlaubs begern, dann der oberst amptman des nit zu erlauben hat on ein ratte, alles nach altem herkomen.
Item so ist darnach am mitwochen nach sant Katherein tag [28 Nov.] im vierundsechtzigisten jar in einem erbern rat verlassen, das der stat paumeister gewalt hat, und solich vorhen rorenholtz mag hawen lassen doch mit wissen und nach rate eines obersten amptmans, also das er furpaß nit alleweg an ein rat komen darf, ist gescheen in [Rupprecht Hallers und Anthoni Paumgartners] frag als burgermeister zu den zeitten.
Nun auch so hat alles reisholtz, als vorhens, thenes, fiechtes wedel zu hawen im zu nemen des monscheins und alles laub [33b] holtz, als eichen, büchen, bircken im abnemen des monscheines.