Pflasterstein pringt man von dem rechten Kornperck und legt die vor der stat bei dem gericht nider. darnach so sullen sie die pauren und perckleut von Kornperck oder von Wendelstein, wes dann solich stein sein, aufsetzen hauffen weis, also das ein ieder hauf stein sol lanck sein zehen stat schuch, und hoch siben stat schuch, und dick 5 stat schuch; und sullen also ongeverlich gesetzt sein, das sie nit löcher darinnen inwendig geferlich setzen: auch hat der zollner unter dem Frawenthor ein stangen, die geprent und zehen schuch lanck ist, darnach sie dieselben hauffen stein setzen mugen.

Wenn sie dann solich hauffen stein auf gesetzt haben und verkauffen wollen, so soll die der stat paumeister besehen und die stangen an lassen schlagen; welcher hauf dann nit die rechten leng, groß oder dicken hett, oder sunst geverlich gesetzt were, [denselben] hauffen solt ein paumeister darnach bezallen.

Die paurn oder perckleut wollen es aber abnemen mit den stein hauffen zu setzen, sunder sie wollen sie neur ribsweis verkauffen und clagen, sie konnen ir nit gesetzen, und haben die leut auch der muß nit. dorein mag sich dann der stat paumeister selber richten, also das er die stein dester neher kauft von inen umb des [44a] willen, das sie des setzens vertragen sein.

Nun ist der kauf gemeinglich zehen und ailf pfunt alt fur ein gesetzten hauffen, wenn das gut hert stein sein, und ie herter stein das sein, ie lieber sie ein paumeister kauffen soll. was solich stein kosten, sein sie paß feiler dann weich stein, dann die weichen [am stossen und faren alle zuprechen] und zumülmen sich; wo man dann soliche pflaster wider auf prechen soll und pessern, so geet vill ab, das die herten stein nit thun und sich hinwider setzen lassen.

Wenn der stat paumeister also der stein kauffen will und schawen, soll er den Löffler oder Gürtler zu im nemen auf das, das die wissen, weliche stein der stat zu steen. die soll ein paumeister dann zeichen und pflocken darumb schlagen drei oder vier, so sehen die ander steinprecher und karrenleut woll, das die der stat sein, und ledt niemandt davon wo die pflocken steen.

Man pringt auch fur das thore vill weicher stein, die zu pflastern in der stat nit tuglich sein, es wolt sie dann einer in ein hoffe oder dennen, daruber man nil vill fert. solich stein gibt man auch darnach an gelt zu acht und zu neun pfunden ein hauffen.

So pringen sie auch vill gewelb stein, die auch nit von dem hertzten [sunder war] prait als schalig sein. dieselben stein sein tuglich zu gewelben, keller und heimlich gemach und anders [44b] unter der erden. solich stein setzen sie nit oder gar selten auf, sunder sie geben sie hin ribsweis, als sie die schlechtz von dem wagen werfen uber einander.

Auch was man stein also vor dem thore kauft, die muß der kauffer selber lassen herein furen, wo er die hin haben will, und im ist die der verkauffer nit schuldig zu antworten weitter, es werd denn mit sunderen worten bedingt etc. man hat ettwan geben fur fure, was man umb dreissig pfenning kauft hat, do hat man vier pfenning von geben; aber man muß ietzunt 6, 7 pfenning geben, darnach man sie auch einem weit furen muß.

Der stat paumeister mag auch zu zeitten woll ettlichen gelt auf solich pflaster stein leihen, wo er gewiss leut hett, auf das, das [eim] paumeister solich stein als pald wurden zu sein handen als andern leuten, dann sie sunst die stein verkauffen und geben mugen wem sie wöllen.

Ich hab pißher mussen haben ein jare allein zu flicken, an newe pflaster zu machen pei 30 und 36 hauffen pflaster stein. und wenn ich ir einem hab abkauft fur funftzig oder sechtzig pfunt alt stein, minder oder mer etc. hab ich iren knechten und knaben, die solich stein herein furen, zu trinckgelt geben 6, 8, zehen und viertzehen pfenning auf das meist ongeverlich.