[45a] Item so gibt man ein karren fuder alter pflaster stein fur 15 und sechtzehen pfenning; darfur sein sie zu kauffen und zu verkauffen einem paumeister.

[45b] Von dem kalk.

Es hat auch gemeine stat Nuremberg zu der [Leynburg] zwen kalcköfen, die do steen auf des reichs podem vorn am walde und unten am perg zu der Leynburck, der ein zu den Stegen, der ander zu dem Hopfgarten genant. dieselben kalcköfen dann noch vorhanden [sein]. wiewoll sie ietzunt scheinen vere von dem walde ligent, so kumpt das also zu, das man so sere darumb geholtzt hat, die gemein von der Leynburg und ander umbsteende dorfer, das es also weit umb die öfen worden ist. auch steen die öfen weit einer von dem andern darumb: nachdem man das holtz zu dem kalck mit laub eines obersten amptmanns hawen muß, wo er dann das erlaubt und es derselben öfen am nechsten ist, do furt man das holtz zue.

Nun wenn denn der stat paumeister kalcks bedarf zu der stat nottorft, den muß er allewege ein jar vor bestellen, also das er zu dem öbersten amptman des waldes in sant Laurentzen pfarr geen, oder schick zu ime den schaffer in gegenwurtigkeit des amptmans knecht, und ime do zu erkennen geben und laubs begeren zu funf, sechs oder acht öfen kalcks zu holtzen, darnach ir ein paumeister bedarf und vill oder wenig kalcks in den hütten ist, oder groß gepew vor augen hat. do muß sich ein paumeister selber einrichten, das dopei ein gemein mit kalck auch vorsehen werde.

Wenn dann solichs dem amptman furpracht wirt, so fragt der amptman, wer das holtz hawen werde. so soll im ein paumeister das zu erkennen geben und den oder die nennen, mit den er das verlassen oder bestellt hab zu hawen. so weist innen dann der amptman in ein huet und bescheit ine der erbforster oder seiner knecht ein zue, der inen weis, wo er das hawen soll. do soll jener oder die dann hawen und sunst nirgen, und darzu hinders und vorders holtz nemen und auch nit hawen kein junge loo fiechten.

[46a] Also was man holtz zu kalcköfen hawen und fellen will, das muß gescheen in dem meien oder auf das lengst im andern meien des monscheins, die weil das holtz im saft ist, auf das, das es durr werde und die rinten lös auf das nechst jare hinumb auf liechtmess, so man dann anhebt kalck zu prennen. und nachdem die paumeister vor zeitten mit zweien oder dreien ie zu thun gehabt, und das gelt vor hinauß auf solichs holtz zu hawen und fur die kalcköfen bestellt zu füren und gehen haben, das dann zu zeitten durch derselben armut und laßheit versaumpt und mit gehawen noch gefurt wart, auch durch dieselben zu zeitten geschalckt wart, also das sie nach loe hieben und darzu dasselb holtz zu und fur ir eigen kalcköfen furten, dardurch der stat paumeister gesaumpt wart.

Darumb hat ein erberger rat furgenomen im pesten, wenn der stat paumeister einem verdingt das holtz zu der stat kalcköfen zu hawen oder furen, der dann im selber sunst auch kalck prent, als ir dann vill ist zu der Leynburg, derselb soll der stat paumeister sein trew geben und darauf sweren zu got und den heiligen, das er kein holtz woll hawen zu den kelcken, die dann einem paumeister zu gehoren, dann wo ine der erbforster und des amptmans knecht, der dann die zeit in die huet gehort, hinweissen. do mag er woll hawen doch also, das er noch sein gewalt seinen nutz mit dem holtz noch loe nicht suchen, und das sunst nirgen furen dann für der stat kalcköfen in keinerlai weisse on alles geverde. einen solichen ait hat mir Linhart Greussel gesworren, dem ich dann ettwann vill holtz zu hawen angedingt hab.

Ist es aber, das im einer selber nit kalck prennt, dem dann der stat paumeister also verdingt holtz zu der stat kelcken zu hawen oder furen, der darf des vorgeschriben aides nit sweren, dann ein solicher minder schalcken mag vor den erbforstern oder amptmans knechten, dann ob er im selber auch holtzet.

[46b] So muß man der stat zu einem offen kalckes haben zweintzig grosser tenner paum, die thun pei zwelf fuder holtz, eines fuders minder oder mer ungeverlichen. das holtz hawet man dann zu schrötten pei funf oder siben scheit lank. wenn sie dann das fur die öfen pringen, so schrotten sie das holtz und macken klupfel dreier oder dritthalber [scheit] lang darauß, und was dann so groß und dick von holtz ist das kleubet man, und prennen dann das also. fur ein solichen offen oder fur sovil fuder holtz hat man nach altem herkomen geben ailf pfunt alt fur hawen und furlon, gantz fur den offen geantwort. aber nachdem und die welde ser verhawen sein und man solich holtz von weitter hin zue furen muß, als der amptman dann des zu hawen kein laub in der nehe da umb mer geben will, so muß ich ietzund fur ein offen holtz geben dreitzehen halbs pfunt alt und vierzehen halbs pfunt alt.