Man pricht den kalckstein oben auf dem perg zu der Leynburck auß eckeren, die die pauren doselbst umb und auch zu der Leynbruck oben auf dem perg haben, und man gibt ie fur den pruch allein zu einem ofen kalck dreu pfunt alt nach altem herkomen; das besteet noch also darpei.
Zu einem offen kalcks muß man auch haben pei viertzehen fuder derselben stein, eines fuders minder oder mer ungeverlichen. fur ein solichen offen oder fur sovil stein fuder gibt man nach altem herkomen ailf pfunt alt, also das man solich stein gantz zu dem kalck offen antwort. solich stein muß man auch im summer auf dem perg prechen und herab füren, dann man der im winter nit prechen noch herab pringen mag.
[47a] Ein stat paumeister hat vor zeitten mit einem, genant der Leyrer, zu der Leynburg gesessen, vill zu thun gehabt und dem gemeinlichen vor andern verdingt, kalckstein zu der stat öffen zu antworten, nachdem derselb Leyrer mer dann [ander leut] auf und am perg der Leynburck hat gehabt. und nachdem er aber der stat paumeister dringen und hochern wolt, bestellt ein paumeister auf ein zeit von anderen auch stein, das dann den Leyrer verdröß und wolt nit gestatten, das man solich stein uber sein ecker und felt, das er am perg het, furen solt. dardurch der stat paumeister, die zeit Lucz Steinlinger seliger, bewegt ward, und im zweiundfunftzigsten jare mit gunst eines erbergen ratz hie zu Nuremberg, auch mit hilf und anzaigen alter paursleut zu der Leynburg und da umb, ein alten gemeinen erbweg, der dann vor vill jaren von dem perg herab gieng, suchten und funden. denselben weg der Steinlinger seliger ließ wider vermarcken, verstein und verrein, auch außwerfen und machen, das er wider zu faren docht, und nam des ein kuntschaftbrief unter des gerichtz insigel hie zu Nuremberg. derselb brief dann in der losung stuben sein soll, ist mir gesagt worden von dem Gurtler. ich hab darnach suchen lassen, aber die losunger haben noch bißher [des] nit vinden kunnen und sagen, nachdem sie noch vill brief haben, die nit registriret sein, darunter derselb brief sein mocht, wissen sie des ietz und nit zu vinden etc. denselben gemeinen erbweg soll der stat paumeister kunftiglichen in acht haben und den zu zeitten pessern lassen, damit er nit abgee.
So hab ich bißher ettliche jare mit dem Lienhart Greussel hinter Niclas Grolant zu der Leynburck gesessen, allein zu thun gehabt und dem angedingt holtz und stein, auch fur pruch am perg geben müssen, nachdem und alle ding aufschlagen und inen der amptman verweist, 26½ und 28 pfunt alt zu einem offen kalcks etc. der mir dann gehalten und damit nit also ser gesaumpt hat, als vor geschehen ist.
[47b] Wenn man nun also holtz und stein pei und vor den kalcköffen hat, so muß man haben einen redlichen gesellen, den muß der stat paumeister in sunderheit darzu bestellen, der den kalckoffen setzen kan von den kalckstein und dann under schür und den kalck recht kün prennen. dem hat man vormals geben ie von einem offen vier pfunt alt, aber iezund muß ich einem geben fünf pfund alt umb des willen, das er die schrött kleiben muß vor den öfen, das vor nit gewest ist, dann man ietzund nimmer nach loe sunder das grobst ungeschlachtz holtz zu den öffen furen und hawen muß. derselb kalckprenner bestellt auch daussen die fur und wegen, die den kalck herein furen; darvon gibt man im sechs pfenning auch nach altem herkomen etc. umb des willen, das er in die dorfer do umb leuft und wegen außpringt. des gelobt er also einem paumeister.
Man gibt von einem summer kalcks herein zu furen in die stat ietzunt zwelf pfenning und zu zeitten dreizehen, darnach und die pauren nottig arbeit auf dem felde haben. man hat aber vor jaren minder zu furen geben, die weil das kalck summer auch kleiner was dann es ietzund ist.
Also wenn dann ein offen kalcks der stat herein kumpt, gibt man den kalckmessern, der dann zwen sein darzu, von dem offen kalcks ab zu messen sechtzig pfenning, sein sei vill oder wenig im offen gewest. aber sunst auf dem marckt gibt der kauffer und verkauffer ieder ein pfenning von einem sümmer zu messen.
Gemeiniglichen so prennt man in der stat kalck öfen einem auf einmall achtunddreissig summer ungeverlichen. sünst sein woll ettlich kalcköfen eines teils daussen, die der pauren [48a] sein, darin man pei sechtzig sümmer und mer auf ein moll prennt oder prennen mag.
Nun wenn das ist, das der kalck als tewer ist, und nachdem die pauren mit dem kalck, den sie zu der stat furen, sere auf ein ander halten und einer des andern schont, darmit sie denselben iren kalck auf das höchst mochten an werden etc. so mag der stat paumeister ein ofen, zween oder drei mer und minder auf den marckt prennen und hingehen lassen, darmit man den kalck in gleichem gelt behalten müg von der gemein wegen.
Und was man dann also kalcks auf dem marckt verkauft, so sol der stat paumeister dem [erbforschter] von geben ie von einem ofen drei groß, in des huet man dasselb holtz gehawet hat, darmit derselb kalck geprennt worden ist. was kalcks aber ein paumeister in die hütten schüt oder sunst zu der stat nottorft herein füren lest, darvon bedarf man den erbforstern nichtz geben. das ist nemlich aufkomen und vor zeitten nit gewest, das hat inen aber ein erber rat auf ir anpringen und klagen zugeben pei Lienhart Grolantz amptmans zeitten.