Auch soll der stat paumeister des geflissen sein, das er die kalckhütten im Marstall, der dann drei ist, mit kalck nach nottorft vorsehe, dormit gemeine stat versorgt und versehen sei. wo dann also zu zeitten einem ein sümmer oder zwei auf das maist also zurint, oder zu zeitten einem [an] eim heimlichen gemach, an einem ofen oder schloett pruch geschicht und kein kalck herein geet, so mag ein paumeister einem woll damit helfen umb ein zimlichs gelt auß der stat [48b] hütten, alles nach altem herkomen. doch so soll der stat paumeister des geflissen sein, das er kein kalck fur die stat geb und sunderlichen, der auß der gepiet gefuret werd, on laub eines erbern rats oder eines [burgermeisters], dann die amptmansknecht des waldes pfenden doran und ist wagen und pferd verloren. wenn man den kalck prennt mit holtz, das des reichs ist, das sol man nit auß der piet furen, doch ist genad in allen dingen. sie wollen auch doran pfenden, wenn einer kalck auf dem marckt kauft, der erst herein kumpt, wo der auß der gepiet gefurt wirt, so sagen sie fur des reichs als ire recht lauten etc. aber wenig werden gepfendt. was kalcks man also auß der hutten verkauft, den soll ein paumeister alleweg vor ab lassen leschen, und den melbsweis verkauffen nach dem meß das darzu gehoret; davon soll der kauffer das meß gelt allein zallen, von einem sümer zwen pfenning, und der paumeister gibt [nichtz].
So hat man ettwan vill jar her gegeben: für ein sumer kalcks auß der hütten zwenundviertzig pfenning, aber ietzund hab ich darmit auf geslagen und gib den umb funftzig pfenning, nachdem und er auch mer kost zu bestellen, dann er vor oder ettwan gethan hat etc. und hab des aber domit auf geslagen und gib inen ietzunt umb sechtzig pfenning ein sümer auß der stat hutten.
Es hat auch Lutz Steinlinger seliger vor zeitten von befelhnus eines erberen rats hie erfaren, wo die pauren zu der [Leynburg] so sere auf slagen wolten und den kalck als teur achten, so vindt man zu Erenhoffen woll kalckstein zu prechen, auch vindet man holtz und fure doselbst umb in den dörfern, als zu [Wellentzleitten] und zu [Weisenprunn]. das soll ein paumeister in acht haben kunftiglichen.
Ich hab auch pieß her ein jar dem andern zu hilf mussen [49a] haben zu der stat nottorft zu vermauren an den kalk, den ich von pette wegen sunst eintzlichen verkauft, pei hundert zweintzig ine 30 sümer kalcks alle jare.
Zu zeitten wenn ein paumeister den Löffler schicket gen der Leynburg von kalcks wegen oder sunst zu der stat öfen zu sehen, gibt man im alleweg funftzehen pfenning nach altem herkomen.
So prennt man auch kalck zu [Deinswanck], des mir einer, genant Fritz Müllner, vill herein pracht hat, dem ich dann sechsundfunftzig pfenning und zu zeitten sechtzig pfenning fur ein hieigs sümer geben hab. derselb kalck wirt am leschen vill weisser dann der von der Leynburg oder [Dieppelsdorf] etc. dazu wirt er melreicher. und ich hab versucht und eigentlich gemessen, das alle weg acht meß oder sümer des von Deinswanck als vill thun, als neun meß oder sümer des andern kalcks thun. wenn man den lescht, so vindet mans am melbe. und ist zu mauren gar gut und zu tünchen, und zu weissen noch vill pesser etc.
[49b] Von dem parstein.
Auch so soll ein paumeister alleweg do ligent haben ettliche metzen parsteins zu der stat nottorft, als ich dann [des] pei anderthalb hundert metzen von Contzen Schilher von [Virnsperg] und Fritzen Snürer zu acht und neun pfenning ein metzen gekauft und do ligent hab.