Wenn der stat paumeister also mit der stat haffner rechen will als umb weihennachten nach alter gewonheit, so soll der haffner [57b] beschriben einem paumeister geben, was er newer offen und wo oder wenn er sie gesetzt hab, desgleichen von flicken, wie vill oder wem er geflickt hab, und ein iedes in seinem gelt verzeichent geben.

So soll der stat paumeister geflissen sein, wem er vergünt ein ofen zu machen, das derselb den offen selber nit ab prech, sunder der stat haffner den offen abprechen loß ob es not ist, auf das, das der haffner sech, wie groß der offen vor gewest sei etc.

Auch soll der stat paumeister der stat haffner unterrichten, das er die offen mach als sie vor gewest sein, und kein gantz abprech der lenger steen mocht, und sich an der, die in den thurnen sein, rede nit keren, sunder pleiben loß was pleiben mug, und sich verantwort auf einen paumeister, was der mit im schaff das woll er thun und nit anders; es wolt dann einer einen offen selber zallen, mocht [im] ein haffner woll machen umb sein und nit der stat gelt.

Es gibt denn ein paumeister des haffners knechten zu trinckgelt wenn man mit dem haffner rechent, wie woll die sum geltz der offen pei dreuzehen und viertzehen pfunt novi ein jar ungeverlich treffen, aber nachdem die thüren hoch und des steigens vill ist, hab ich inen ie geben zu einer rechnung acht gross. so lest im der haffner an seiner rechnung nichtz abprechen, das ichtzit sei etc. den vorgeschriben bestimpten lon.

Ist sach, wo die leut in den thurnen ir alt öffen selber sullen [58a] abprechen, und wissen, das man inen new öffen setzen soll, so schonen sie der alten kachel nit, und prechen der ettliche, die man woll wider ansetzen mocht, das soll man den leuten untersagen, wenn sie die offen abprechen, das sie der kachel schonen am abprechen und am waschen. mer soll der stat haffner keinem kein hellhaffen noch rorren einlegen, es woll in dann einer oder eine selber zallen von irem gelt, oder hieß ine das in sunderheit ein paumeister.

Item der kauf der verglasten [knopf] auf die thuren und ercker umb die stat ist fur einen thurenknopf funfundviertzig und funftzig pfenning, und fur einen erckerknopf dreissig pfenning und vier grosch, darnach sie sein, also das sie vorauß ser woll geprennt und verglast auch unden an hüten weit sein und woll decken, auch das man gut starck scheft darein prengen mug.

[58b] Von dem glasser.

Darzu soll ein paumeister haben zu der stat nottorft ein glasser, darmit man versorgt sei, und der auch woll arbeitten künde und gute arbeit mach umb ein redlich gelt. derselb glasser soll von einem paumeister im anfang unterricht werden, das er niemantz nichtz mach on wissen und willen eines paumeisters oder des schaffers, es wer dann, das im iemant ettwas zu machen geb, das er selber zallen wolt, das mocht der glasser woll annemen zu machen, oder auf der stat kost nit etc. als dann vill jar der Pregelhan und ietzund meister Hanns N. unter dem [ratthaus] [in das vierde] jar gemacht hat.

So macht oder lest machen ein paumeister alles glasswerck auf dem ratthaus, auf den peden vesten, auch auf allen versperten thürnen und thorn, darauf thurner sein, desgleichen iren frawen herniden, mer auf der Mang, Pleich, [den] thorwarten vor allen thoren, auf dem tuchhaus, schießgraben und in der wage, der Peunt, im Marstall, [Wessel], im loch, dem lebenzuchtiger, stathirten und huntschlaher, [iedem] nach seinem stant.

Auch so hat das glasswerck kein gesetzten lon, darzu macht man nit vill newß glasswerckes. ich hab pißher geben ie von hundert newer scheiben einzusetzen acht pfunt alt zehen pfenning, oder von einer scheiben einzusetzen als einitzlichen zwen pfenning; mer von hundert rautten von newem einzulegen dreu pfunt alt, und von einem schlechten pauren glass vier pfenning. sust ist des flickens vill und an manchen enden, dorein muß sich ein paumeister selber richten. auch soll der glasser einem paumeister eigentlichen beschriben geben, was und wohin er glesser gemacht oder gepessert habe.