Auch soll ein paumeister sein abred haben mit einem schleiffer irgen in der stat do es gelegen ist, der do die gesellen fürder vor andern leuten und in gut schneiden mach, als dann der Stockel, schleiffer, ettwan vil jar here und noch schleift den zimmergesellen an der stat arbeit. dem hat man nach altem herkomen geben und gibt zins noch ie von hundert schneiden, die er macht, fünf grosch oder fünfunddreissig pf. mit dem schleiffer soll ein paumeister alle jar auf das minst ein moll oder zwir abrechen und inen bezallen, und dann sein knechten [zu trinckgelt] geben ein vierteil weins, das sie die gesellen dester ee fürderen wenn sie komen etc. darzu soll ein paumeister bestellen, das die zimmergesellen an der stat arbeit ein kerben haben, doran sie die schnit schneiden so oft sie schleiffen lassen; desgleichen soll der schleiffer auch ein kerben haben dergleichen, doran man solich schnit schneidt.

Ich hab gemeinlichen ein jar müssen zallen pei fünf hundert schnit, die man überall geschliffen hat den zimmergesellen mit peiheln, hobeleisen und anderm etc.

Nun hab ich ein schliffstein auf der Peünt im werckhaus lassen zu richten, darauf sie zu zeiten einer dem andern auch helfen mügen iren zeug zu schleiffen, also das sie nit alleweg auf die schleiffmüll lauffen dürfen etc.

[66a] Von der stat nachtmeister.

Ein paumeister soll auch acht haben, weliche die redlichsten nachtmeister hie sein, das er dieselben dann für andere prauch, wo er dann der bedarf, alsdann der Jorg Lobensin ettwan vill jar her der stat gearbeit hat und noch thut.

So muß man alle jar das heimlich gemache im loch dem lochhütter raumen lassen, und das soll ein paumeister in acht [haben], das es geschee in der kelt und zu zeitten, so der lochhüter am minsten gefangen hab, oder dem lochhüter am [ebensten] sei. es ist bißher gewonlich gescheen alleweg zwischen weiennachten und unser lieben frawen tag liechtmess. wenn sie das raumen, so gibt man inen nach altem herkomen acht pfunt alt und ire recht darzu, zwue maß weins, vier maß piers und kess und prott, auch schebe und stro und liecht, das kost auch bei sibentzig pfenning. das verrichten sie alleweg in einer nacht und ee.

Auch so soll ein paumeister in acht haben und alle jar die gemeinen heimlichen gemach, die auf der Pegnitz sein do die mann und frawen auf geen, einß raumen und saubern lassen, alleweg umb Martini ee und die kelt angeet so mügen sie es recht saubern und gewinnen. dovon gibt inen ein paumeister sechtzig pfenning. der gemache und heuslein ist eines hinter dem Wildpat, eines pei dem Schießgraben, eines pei der Mang, eines pei der parfüsen prücken, eines auf dem Sweinmarckt, eines pei der steinen prücken, eines bei dem Irhertürlein.

Item im zweiundsechtzigisten jar am sambstag nach Elisabeth hab ich von dem gemach im Schießgraben geben ein nacht von vierhundert und zehen schaffen zu tragen auf den stege doselbst ie von zweien schefflein drei haller, und für ire recht, wein, piere, prott, liecht, stro etc. [66b] bei fünftzig pfenning.

Item im dreuundsechtzigisten jare vor Walpurgis hab ich von dem gemach im gewanthaus geben anderhalb nacht von vierhundert schefflein ie von einem ein pfenning, und für ire recht etc. pei fünftzig pfenning.