[85] S. unter „Beischläferin“.

[86] S. unter „Diebstahl“.

[87] S. unter „anfassen“.

[88] S. Näh. im W.-B. unter diesem Worte.

[89] S. Näh. im W.-B. unter „Branntwein“ und „Apfelwein“. Die Trennung der beiden Wörter hat übrigens schon das Pfulld. J.-W.-B. (338 u. 346).

[90] S. Näh. unter „Bürgermeister“.

[91] Mit dieser Bedeutungserweiterung ist das Jenische wieder zu dem Begriffe des hebr. Stammwortes zurückgekehrt; s. schon oben „Vorbemerkung“, [S. 5], [Anm. 8]; vgl. auch das W.-B. unter „besonnen“.

[92] Zwis = zwei haben schon der Dolm. der Gaunerspr. 102, das W.-B. des Konst. Hans 256, 257 u. das Pfulld. J.-W.-B. 346 (hier [346] auch als Subst. = Paar), ja bereits der Niedd. Lib. Vagat (78) kennt die Form swis. Vgl. dazu Kluge, Unser Deutsch (2. Aufl. 1910), S. 84; dort auch über das (ebenfalls in dem schwäb. Quellenkreise bekannte) Zahlwort tribis oder dribis = drei.

[93] Zu diesem Verzeichnis sei bemerkt, daß ich es nach dem „deutsch-jenischen Wörterbuche“ (sowie nach einzelnen Stellen von Wittichs „Einleitung“) noch vervollständigt habe (es fehlten in ihm ursprünglich die Wörter Bellel, Gib, Loli [Lolo], Maro, Rat, schornen und Tschai); nicht darin aufgenommen sind dagegen die bloßen Ableitungen bogelich = gierig, lubnen = huren, matschen = fischen u. Matscher = Fischer (s. oben [S. 9]) sowie solche Vokabeln, bei denen nur vermutungsweise auch zigeunerischer Ursprung angenommen werden könnte (wie z. B. bei Ki[e]bes = Kopf [s. Näh. unter „Angesicht“), Kritsch = Bürgermeister [s. d.] u. Toberich = Tabak, auch Pfeife [s. d.]). Zu Feneter u. Furschot ist zu sagen, daß sie zwar ins Jenische durch Vermittlung der Zigeunersprache eingedrungen sein mögen (s. Näh. im W.-B. unter „Fenster“ u. „Gabel“), eigentlich aber natürlich, aus dem Französischen herstammen, von dem sie ev. auch direkt entlehnt sein könnten (vgl. „Vorbemerkung“, [S. 10], [Anm. 26]). Lomel = Messerklinge kann wahrscheinl. unmittelbar auf ein deutsches Lehnwort (aus dem Latein.) zurückgeführt werden (s. Näh. im W.-B. unter „Klinge“). — Über den auffälligen Wechsel der Konsonanten im Anfang der Wörter Bogeia u. Dibolde (statt zigeun.: Gogeia u. Bipolte) s. d. Näh. im W.-B. unter den deutschen Bedeutungen.

[94] Da Wittich die Zigeunerwörter durchweg in der Form angeführt hat, die sie in dem von ihm gesammelten, durch Jühling in Groß’ Archiv, Bd. 32, S. 219 ff. herausgegebenen „alphabet. Wörterverzeichnis der Zigeunersprache“ (vgl. „Vorbemkg.“ [S. 2], [Anm. 2]) zeigen, habe ich die Ergänzungen (s. oben [Anm. 93]) ebenfalls danach angeführt.