[400] S. Bett u. Aschenbecher.
[401] S. (betr. Schure) abbiegen.
[402] S. Angst.
[403] Kiesreiber bedeutet eigentl. spezieller Geldbeutel, Geldbörse (Börse, Säckel), zus. aus Kies = Geld u. dgl. (s. Näh. unter „Bankier“) u. Reiber = Beutel, das jedoch in Wittichs W.-B. nicht für sich allein vorkommt, sondern nur in gewiss. Zus. wie (außer Kiesreiber) noch Toberichreiber = Tabaksbeutel u. Dämpferereiber = Zigarrenbeutel. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 93, 98 (Reipert = Sack) Megesreipert = Geldbeutel [wozu betr. Meges = Geld zu vgl. Groß’ Archiv, Bd. 33, S. 257, Anm. 2, lit. b u. Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 572: zu hebr. mäkäs = „Abgabe“]); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 70 (Kiesreiber = Geldbeutel); Schwäb. Händlerspr. 481 (Kîsreiber, Bedtg. ebenso). Über weitere Belege im Rotw. — seit dem 16. Jahrh. (s. schon Lib. Vagat. 54 [Rippart = „Säckel“]) — u. die Etymologie (wohl zu unserem Zeitw. reiben, mhd. rîben) s. Näh. bes. bei Weber-Günther, S. 179; vgl. auch Pott II, S. 34, 35; A.-L. 591 (unter „Reiber“); Stumme, S. 24.
[404] S. Bauch.
[405] S. ausweinen.
[406] Mit plotze[n] (-za) = werfen (bewerfen), schmeißen sind zusammengesetzt: einplotza = einwerfen (oder einfallen), herab-, hin-, nach-, niederplotze[n] = herab-, hin-, nach-, niederwerfen. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 337, 343 (plozen = fallen, aufplozen = aufbrechen, aufmachen, niederplozen = niederwerfen; Schunplotzer = Maurer); Schwäb. Händlerspr. 488 (Schumplotzer od. Schundplotzer [in Degg. (215): Schund-blozer] = Maurer; in Pfedelb. [212]: niederpletzen = niederwerfen). Zur Etymologie (zu d. mundartl., bes. schwäb. plotzen od. blotzen = „stoßen, schlagen [prügeln], werfen“ [bes. mit Geräusch „hin- und herwerfen“ u. dgl.]) s. die Angaben in Groß’ Archiv, Bd. 47, S. 139, Anm. 2 u. dazu auch Fischer, Schwäb. W.-B. I, Sp. 1217.
[407] Zu bereimen = bezahlen (auch vergüten) s. die Wendung Strupf bereimen = Strafe bezahlen (vgl. oben unter „bestraft“). Auch Bereime = Zahlung ist wohl nichts anderes als der substantiv. Infinitiv (in dial. Aussprache), während Bereimerei = Verdienst als eine Ableitung davon erscheint. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Schwäb. Händlerspr. 479 (beräumen [in Pfedelb. (209): bereimen] = bezahlen, in Pfedelb. [208] auch: ausbereimen = auszahlen). Über sonstige Belege im Rotw. (vom 18. Jahrh. [s. Kluge Rotw. I, S. 239] bis zur Gegenwart) s. Groß’ Archiv Bd. 33, S. 305, Anm. 3 unter lit. a. Ebds. auch über die Etymologie des Wortes, das von A. L. 524 zu dem ahd. (h)rim = Zahl (vgl. Näh. bei Graff, Althd. Sprachsch. II, Sp. 506) gestellt worden, während Fischer, Schwäb. W.-B. I, Sp. 863 zwar den Ausdruck „bereinigen“ (im Sinne von „bezahlen“) zum Vergleiche herangezogen hat, dann aber doch meint, eine Entstellung aus „bereinen“ passe deshalb nicht, weil dieses ebenso wie das Adj. „rein“ in Schwaben nicht volksüblich sei.
[408] S. anzahlen.
[409] S. (zu beiden Ausdr.) abzahlen.