[450] S. anmutig.
[451] S. (betr. Mos) Bauernfrau.
[452] Benges od. Benk = Bube, Bursche, Jüngling, dann auch: Freund, Kamerad, Kollege, ferner: Geliebter, Liebhaber (Bräutigam), endlich noch: Sohn (sowie dazu d. Dimin. Bengesle = Junge, Knabe) erscheint beliebt in Verbindungen und Zusammensetzgn. (sowohl für Eigenschafts- wie Standes- u. Berufsbezeichnungen [vgl. dazu „Vorbemerkung“, [S. 12], [Anm. 29]]), so: a) in Verbindgn. (außer dufter B. noch): jenischer Benges od. Benk = fahrender Bursche, schofler Benk = Heuchler, auch Krüppel, dofer Benk = Junker, dann (gleich dofer Benges) auch: Geliebter (also wie das einfache Benges od. Benk [s. oben], während dufter Benk od. Benges nur durch „brauchbarer Bursche“ wiedergegeben ist (s. oben im Text), nobis vergrönter Benges (d. h. eigtl. „nicht verheirateter Bursche“) = lediger Mann; b) in Zus.: α) für Eigenschaften: Lubnebenges = „Hurenkerl“, Kenemerbenges (-benk) = „Lausbube“; β) für Berufe: Verkemersbenk = Handelsbursche, Sicherbenk = Koch, Rattebenk = Nachtwächter, Groenikelbenk = Sauhirt, Schweinehirt, Jerusalemsfreundbenk = Schäfer, Schafhirt, Stradebenk = Straßenwärter. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 76 (Bink = Vater); Schwäb. Händlerspr. 482-484 (Penk = Herr, Pink [in Pfedelb. (211, 213): Bink] = Mann [in Pfedelb. (a. a. O) auch: Meister, Vater]; Kislerpink = Maurer, in Pfedelb. [208, 210, 211, 213] noch: alter Bink = „Ausdinger“, Schupferbink = Bäcker, Treppertsbink = Fuhrmann, Hausbink = Hausherr, Wägersbink = Kaufmann, Langraßlersbink = Stationsvorstand [an d. Eisenbahn], in Eningen [206, Anm. 1]: Penk = Mann, Stichelpenk = Landjäger, Gwanderpenk = Schultheiß, Plempenteilespenk = Wirt; in U. [214]: Schenägelspenk = Knecht, Balespenk = Waldhüter). Sehr beliebt sind Zus. mit Penk (Pink) = Mann (vgl. dazu Penkle = Bube, Knabe) auch im Pleißlen der Killertaler, und zwar auch hier sowohl für Berufe (s. darüber Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 49, S. 349) als auch zur Kennzeichng. von Eigenschaften (s. z. B. [435, 436]: Fetschnerspink = schlechter Kerl u. Schnellpenk = geiler Mann; vgl. auch [nach Kapff 213]: Schwenzlerspenk = Dieb (zu schwenzle(n) = stehlen]). Über weitere Belege aus dem Rotw. sowie die Etymologie s. ausführl. Groß’ Archiv, Bd. 49, S. 344 ff.; vgl. auch Fischer, Schwäb. W.-B. I, Sp. 819 (unter „Penk“).
[453] S. Bettelbube.
[454] S. Bauer.
[455] Galm = Kind, plur. Galme (od. -ma) = Kinder (Nachkommen), Dimin. Gälmle (Kindlein [Spr.]) findet sich noch in der Verbdg. dofer Galm = braves Kind sowie in den folgenden Zusammenstzgn.: a) am Anfang: Galmamodel = Kindermädchen (-magd), Galmeguffer (d. h. eigtl. „Kinderprügler“) = Lehrer, Schullehrer, Galmesauft (eigtl. „Kinderbett“) = Wiege; b) am Ende: Schoflergalm = Stiefkind. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 95 (Gallme = Kind); Pfulld. J.-W.-B. 341 (Galma = Kind); Schwäb. Händlerspr. 483 (Galme = Kinder [sowohl kleinere wie auch größere], Galmeguffer = Lehrer [in Pfedelb. (211, 213): Galmen = Kind (sic), Galmenguffer = Oberlehrer [im Gegensatze zu dem Schrazeskneppler = Unterlehrer; vgl. dazu schon oben unter „aufschlagen“] u. Galmegufferei = Schule]): s. auch Metzer Jenisch 216 (Galmes [neben Galster u. Gambes] = Kind). Über noch weitere rotw. Belege sowie die (nicht ganz sichere) Etymologie (vielleicht in erster Linie zu hebr. gôlem = „Leibesfrucht, Embryo“ u. dergl.) s. Groß’ Archiv, Bd. 47, S. 138 (womit im wes. übereinstimmt auch Fischer, Schwäb. W.-B. III, Sp. 34); vgl. jedoch auch Archiv Bd. 48, S. 350 (Nachtr. u. Berichtigungen: Galme zu mhd. galmen = „schallen“?)
[456] Schrabiner od. Schrawiner = Kinder, Nachkommen (nur im Plural) scheint weniger gebräuchlich zu sein als Galme (-ma), auch in Verbdgn. u. Zus.; s. jedoch noch dofe Schrabiner und Schrabinermodel als Synon. zu dofe Galme u. Galmamodel (s. d.) Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Schwäb. Händlerspr. 483 (Schrawêner = Kinder). — Nach Schütze 90 soll Schrab(b)iner (das auch schon in Ku. III [428] angeführt) gemäß einer Mitteilung eines ostpreußischen „Kunden“ der Plural zu Schrappen = Kind sein. Letzteres findet sich (jedoch meist für die Mehrzahl [„Kinder“]) vereinzelt auch in der Gaunersprache (s. z. B. v. Grolman 64 u. T.-G. 105 [Schrappen = Kinder]; Karmayer 149 (Schrapp od. Schrampen = Kind [also beides sing.]; A.-L. 604 [Schrappen, Schrabben od. Schrammen = Kinder]; Groß 492 [Schrapfen = kleine Kinder]; vgl. ferner noch Hall. Lattcherschmus 492 [Schräppchens = Kinder]). Die Etymologie bleibt unsicher (s. Groß’ Archiv, Bd. 47, S. 140, Anm. 3 a. E.); vgl. A.-L. 604, der das angels. screpan (nach Kluge W.-B., S. 415: crimpan) = „schrumpfen“, das engl. shrimp = „Knirps, Zwerg“ sowie unser volkstüml. spött. Krabbe (eigtl. „kleiner Seekrebs“) für ein kleines (munteres) Kind (s. Paul, W.-B., S. 304 u. Weigand, W.-B. I, Sp. 1131) herangezogen hat. — Über das Synon. Stratz (plur.: Stratze) s. unter „Hurenkind“.
[457] S. Beischläferin.
[458] S. brauchbarer Bursche.
[459] S. Bettelbube.