[570] S. Beischläferin.
[571] S. arg u. Bauernfrau.
[572] S. Bauer.
[573] S. angenehm.
[574] Der Plural Bäzeme bedeutet auch: „Hoden“. Ebenso handelt es sich bei dem — nach Wittich (im Manuskript) mit Unrecht davon scharf gesonderten — Betzam od. Bezem = männliches Glied, penis, das — wie er selber bemerkte — „in der Aussprache kaum davon zu unterscheiden“ ist, um dasselbe Wort, nur in etwas anderer Schreibung (vgl. die Etymol.). Zus. a) mit Bäzem(e) = Ei(er) sind: α) am Anfang: Bäzemabrandleng = Eierkuchen, Bäzemagachne od. -stierer = Legehuhn, Bäzemaschei (eigtl. „Eiertag“) = Karfreitag (s. d. betr. Übereinstimmg. m. d. Zigeun.; vgl. auch schon „Vorbemerkung“, [S. 18]); β) am Ende: Fläderlingbäzeme = Vogeleier, Strohbutzersbäzeme = Gänseeier. b) Mit Bäzeme = Hoden ist gebildet Bäzemerande = Hodensack. c) Mit Betzam (Bezem) = penis fehlen Zusammensetzgn. im W.-B. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 339 (Betzum = Ei); Schwäb. Händlerspr. 480 (Betze od. Betzum = Eier, in Pfedelb. [209]: Bezem = Ei u. Eier, ebds. [211] Bēzĕmĕ = membrum muliebre, dagegen in Lütz. [215] — übereinstimmend mit Wittichs Jenisch — = membrum virile); s. auch noch Pfälz. Händlerspr. 437 u. Metzer Jenisch 212 (Bĕtzche = Ei). Die Bedeutg. von Betzam (Bezem) = membrum virile kennt auch schon das Rotwelsch des 19. Jahrh. (s. z. B. Pfister 1812 [Pehzem = männliches Glied]; v. Grolman 7 u. T.-G. 98 [Behzem]; Castelli 1847 [391: Bedzem]; ebenso: Fröhlich 1851 [394] u. Wiener Dirnenspr. 1886 [417], während A.-L. 523 Bezem hat). — Über die sehr verschiedenen Formen des Wortes (in der ursprgl. Bedeutg. „Ei“) im Rotw. sowie die Etymologie (vom gleichbed. hebr. bêça [jüd. bezo], plur. beçîm) s. Weber-Günther, S. 152/53 (unter „Bärkse“) vbd. mit A.-L. 523 (unter „Beitze“) u. 341 (unter „Beza“), Günther, Rotwelsch, S. 26, Stumme, S. 23 u. Kleemann, S. 235. Über die Bedeutungserweiterung (zu dem Begriff penis) s. A.-L. 523 u. Müller in d. „Anthropophyteia“, Bd. VIII, S. 4 mit weiteren Angaben. Ob der Gebrauch des Wortes für membrum muliebre (bei d. schwäb. Händl. i. Pfedelb. [s. oben]) auf einer weiteren Bedeutungsverschiebung oder auf Ungenauigkeit beruht, mag dahingestellt bleiben.
[575] S. Apfelbaum.
[576] S. abbiegen.
[577] S. (betr. Brandleng) Apfelkuchen.
[578] S. arg.
[579] S. abbrennen.