[750] S. anschauen.

[751] S. über die Rangsteigerung Grünwedel = Forstmann (-wart), grandicher Gr. = Förster, grandich Gr. = Oberförster schon oben unter „Bischof“. Zwei ähnliche Abstufungen kennen (nach Liebich, S. 198) auch die Zigeun., nämlich: wēschéskero = Forstmann, Förster u. barĭdīr w. (d. h. „der größere [höhere] Forstmann“) = Forstmeister. Dagegen fehlt eine dem Jenischen entsprechende Bezeichng. für den Oberförster (vgl. Bd. 63, [S. 391], [Anm. 418] [zu „Bischof“]). Für die Bezeichg. Grünwedel vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 94 (Grünwedel = Jäger); Pfulld. J.-W.-B. 341 (ebenso); in der Schwäb. Gaun.-, Kunden- u. Händlerspr. nicht bekannt, obwohl dort mancherlei ähnliche Ausdrücke vorkommen (wie z. B. Grünstäudle = Jäger [so: Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 71 und Schwäb. Händlerspr. 82], Grünstaudler = Feldhüter, Grünstäudel, -staud od. -stäudling, Grünsteiger, -rattler u. a. m. = Waldhüter [s. Schwäb. Händlerspr. 480 u. 488]). Über weitere Belege (für Grünwedel) aus dem Rotw. sowie die Etymologie des Wortes s. Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 55, S. 179, Anm. 2.

[752] S. abtragen.

[753] S. abfahren.

[754] S. davongehen; vgl. (betr. bosten u. pfichen) abgehen u. (betr. schef[f]ten) unter „daher“ a. E.

[755] S. böse Frau.

[756] Zu Mogel od. Mokel = Frau (Frauensperson, Frauenzimmer), Weib vgl. Schwäb. Händlerspr. 481, 484 (Mockel = Frau, Mokel = Mutter). Die Etymologie bleibt unsicher. Herangezogen könnte etwa werden bes. schwäb. Mockel, u. a. = „plumpes Weibsbild“, Mockele(in) = „rundliches Kind, Mädchen“ (aber beides auch für Rindvieh, bes. Kuh od. Kalb gebraucht) nach Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 1722. Nr. 4 u. Nr. 8, b u. c; vgl. bei Schmeller, Bayer. W.-B. I, Sp. 1566 (Mockel [auch] = „weibliche Geschlechtsteile“). Über ein seltenes rotw. Muck (od. Mück) = Frau s. Groß’ Archiv, Bd. 50, S. 347. Anm. 1.

[757] S. Bauernfrau.

[758] Zu Romane = Frau vgl. (aus d. verw. Quellenkr.): Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 69, 72 (Rumie = Frau, femin. zu Romno = Mann u. Schwäb. Händlerspr. (in U. [214]: Romli = Mädchen [vgl. Rom = Mann]). Auch im sonstig. (neueren) Rotw. ist das Wort (dial. entstellt) hier und da anzutreffen (s. z. B. Pfister bei Christensen 1814 [Rumini = Frau]; v. Grolman 57 [ebenso]; Karmayer G.-D. 215 [verdr.: Runinni]). Etymologie: Die Vokabel stammt aus der Zigeunersprache (vgl. „Einleitung“, [S. 30]) u. bildet das fem. (romni u. ä.) zu rom = Mann, Ehemann, Zigeuner, (vgl. rōmano [romeno] = zigeunerisch). S. Näh. bei A.-L. 589 (unter „Rammenin“) vbd. mit Pott I, S. 35, 42 u. II, S. 259, 275 u. 528, Liebich S. 156 u. 191, 198, 262 (romni = Frau, Ehefrau, Zigeunerin), Miklosich, Beitr. III, S. 18 u. 23 u. Beitr., Bd. 27, S. 56, 57 (unter „rom“: bei den deutsch. Zig. romni = Frau [Eheweib], Zigeunerin), Jühling, S. 227 (unter „Tschai“: Romni = Frau).

[759] S. Bachstelze, Bauernfrau u. Beischläferin.