[1040] S. abbrennen.

[1041] S. (betr. -pflanzer) anbrennen.

[1042] S. alltäglich; über schei als Adj. gebr. vgl. auch „Vorbemerkg.“ [S. 15], [Anm. 38] a. E.

[1043] S. Hauptmann u. Fingerhut.

[1044] Diese Vokabel findet sich in ganz gleicher Form und Bedeutung in der Schwäb. Händlerspr. in Degg. (215), während für Lütz. (214) die Schreibung Hanfert angeführt ist. Sie dürfte aufzufassen sein als eine (mit der typischen Endung -ert versehene) Abkürzung (durch Weglassung der Endsilbe, sog. Apokope) von dem älteren — als eine Art pars pro toto (nach dem Hauptbestandteil) erscheinenden — Synon. Hanfstaud(e) (s. schon Lib. Vagat. [54] u. a. m., so z. B. auch Dolm. der Gaunerspr. 93 sowie noch Schwäb. Händlerspr. 482). Vgl. Pott II, S. 23 und Günther, Rotwelsch, S. 67 vbd. mit Fischer, Schwäb. W.-B. III, Sp. 1145 (unter „Hanfert“) u. 1146 (unter „Hanfstaude“); s. auch die folgende Anm.

[1045] Für Staud = Hemd sind aus dem verw. Quellenkr. anzuführen: Pfullend. J.-W.-B. 340 und Schwäb. Händlersprache 482 (neben Hanfstaude [s. oben [Anm. 1044]], in Pfedelb. [210]: Staude neben den längeren Synon. Hanf-, Flächse-, Wergstaude; vgl. ebds. [211]: Staudenpflanzerin = = Näherin); s. auch noch Winterfelder Hausierersprache 442 (Staudche) Auch bei diesem Ausdrucke, der auch im sonstigen neueren Rotwelsch (des 19. Jahrh.) sowie in der Kundensprache beliebt ist (s. die Belege bei Schütze, S. 92), handelt es sich (gleichwie bei Hamfert) um eine Abkürzung von Hanfstaude, jedoch in der Form des sog. Aphärese (Weglassung der Anfangssilbe). S. A.-L. 610; vgl. auch Horn, Soldatensprache, S. 63, Anm. 6.

[1046] S. Füllen.

[1047] S. (betr. Kaffer) Bauer; vgl. Stute (= Trabertmoss, d. h. eigtl. „Pferdeweib“, „weibliches Pferd“). — Auch bei den Zigeunern heißt nach Liebich, S. 208, 244 der Hengst morschkerdino grai, d. h. „männliches Pferd“, die Stute (grasni oder) graieskĕri tschuwli, d. h. etwa „Pferdeweib“.

[1048] S. aufhängen.

[1049] Über diese (im W.-B. unter „Huhn“ nicht angeführte) Vokabel, die m. Wiss. sonst nirgends in den Geheimsprachen vorkommt, vermochte ich auch in etymolog. Beziehung nichts Sicheres in Erfahrung zu bringen. Da mir jedoch Wittich auf eine Anfrage hin mitteilte, daß er das Wort von „böhmischen jenischen Leuten“ gehört habe, so könnte es vielleicht mit dem tschech. brav (worin v wie w ausgesprochen wird) = „Schmal- od. Kleinvieh“ in Zusammenhang gebracht werden, obwohl ja dessen Form und Bedeutung noch einigermaßen abweicht (nach gefl. Mittlg. v. Dr. A. Landau).