[1150] S. Fremder.

[1151] S. Bauer.

[1152] Die Vokabel findet sich (in der Form Stratze als sing. für „Kind“ schlechthin) auch in der Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 71, sonst aber m. Wiss. nicht in den Geheimsprachen. Die Etymologie ist unsicher, falls man nicht annehmen will, daß es sich bloß um eine Nebenform oder Entstellung von Schraze handelt, das — gleichfalls für „Kind“ — sowohl im Rotw. überhaupt als auch speziell in dem verw. Quellenkr. vorkommt. Vgl. Pfullend. J.-W.-B. 341 (Schraze = Kind [s. auch Schrada = Knabe]); Schwäb. Händlerspr. 483 (Schrâtze = [kleinere] Kinder [in Degg. (215): auch als sing. = Kind], (Schratzesknippler [in Pfedelb. 211): Schrazeskneppler], d. h. eigtl. „Kinderprügler“, = Lehrer [in Pfedelb.: spez. Unterlehrer im Gegens. zu Galmenguffer, dem Oberlehrer (vgl. dazu schon oben unter „brauchbares Kind“ u. „aufschlagen“)]). Über weitere rotw. Belege für dieses Wort sowie seine (gleichfalls nicht ganz sichere) Etymologie s. d. Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 47, S. 140 u. Anm. 3; vgl. auch Weber-Günther, S. 168.

[1153] S. anmutig.

[1154] S. Hauptmann.

[1155] S. Fingerhut

[1156] S. (betr. -pflanzer) anbrennen.

[1157] S. dazu die Zusammensetzgn.: Stupfelbikus = Igelessen, Stupfelmass od. Stupflengbossert = Igelfleisch, Stupfelkib = Igelhund (Spr.), Stupfelkafler = Igelmetzger, Stupfel- od. Stupflengrande = Igelsack. Sowohl in der Form Stupfel wie auch Stupfling ist die Vokabel auch der schwäb. Händlerspr. 482 bekannt (in Lütz.: [215] daneben noch Stachling, während in Matzenbach dafür die latinisierte Form Stachelinus gebräuchlich ist, ähnlich wie sich bei den Zigeunern (bei denen der Igel eine große Rolle, bes. auch als beliebte Speise, spielt [s. Liebich, S. 39, 85, 86]) dafür (u. a.) wohl stachlino (bei den deutsch. Zigeun. allerdings meist stacheléngĕro) findet (vgl. Pott II, S. 245 [unter „Stàchlo“], Liebich, S. 160 u. 212 [stachélengĕro], Miklosich, Beitr. III, S. 19 [ebenso], Jühling 226 [hier: Stachlino, dagegen plur.: Stachlingäre], Finck, S. 87 [štaxeléngero]). Der Etymologie nach gehört Stupfel od. Stupfleng (-ling) zu dem gauner-, kunden- und geheimsprachl. sowie auch allgem. mundartl. stupfen = stechen mit Rücks. auf die Stacheln des Igels (vgl. jen.: Stupfle = Stachel [s. dazu Näh. schon oben unter „Dorn“]), denen natürlich auch die Syn. Stachling, Stachelinus u. die ähnlichen Zigeunerwörter ihre Entstehung verdanken.

[1158] S. (betr. Bikus) Abendessen.

[1159] S. (betr. Mass u. Bossert) Aas.