[1370] Zu jannen = lecken vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 96 (janne mich = „lecke mich im Hintern“). Zur Etymologie s. Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 75 mit Hinweis auf das Vorkommen des Ausdr. in den deutsch. Mundarten, z. B. im Elsaß (s. Martin-Lierhardt, Els. W.-B. I, 407) und in der Schweiz (s. Schweiz. Idiotikon III, Sp. 45). Hier lautet die Form jenne[n] und kommt nur in der Redensart „du cha[nn]st mer jenne[n]“ als „schnöder Abfertigung“ vor. Dazu ist bemerkt, daß es sich vielleicht nur scheinbar um ein Zeitwort, in Wirklichkeit dagegen um ein Pronomen („jenen“) im Sinne von „Hinteren“ handle (wobei zu ergänzen „lecken“), so daß das Ganze sich als eine elliptische Redeweise darstelle.

[1371] S. Dietrich u. Ehe.

[1372] S. (betr. Benges) brauchbarer Bursche.

[1373] S. belügen.

[1374] S. Ei u. Hahn.

[1375] S. (betr. Stierer) Henne.

[1376] S. abgerahmte Milch.

[1377] S. brauchbares Kind u. aufschlagen.

[1378] Mit Plauderer sind zusammengesetzt: Plaudererskitt = Lehrershaus (auch: Schule) u. Plauderersmalfes, Lehrersrock. Eine Ableitung davon ist Plauderei = Schule. Zu vergl. (aus dem verw. Quellenkr.): Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 72, 75 (Plauderer = Lehrer, Schullehrer [s’ Plauderle = Herr Lehrer], Plauderwinde = Schulhaus); Schwäb. Händlerspr. 483 (Plauderer = Lehrer). Über weitere Belege im Rotw. u. in der Kundenspr. sowie die Etymologie (von unserm Zeitw. „plaudern“) s. Groß’ Archiv, Bd. 42, S. 64; vgl. auch Fischer, Schwäb. W.-B. I, Sp. 1182 (unter „Plauder“).

[1379] S. (betr. Kitt) Abort.