[1440] Zu vgl. zu dieser Vokabel (aus dem verw. Quellenkr.): nur W.-B. des Konst. Hans 254, 259 (Beta = Jahrmarkt, Markt, grandig beta = Messe). Danach würde es sich offenbar bei der Bedeutung „Mark“ (als Geldstück) um eine Begriffsübertragung auf Grund des (fast völligen) Gleichklangs der deutschen Wörter „Markt“ u. „Mark“ handeln, wie sie auch bei dem (auch rotw.) Schuk (s. unten [Anm. 1443]) vorgenommen worden. Nach Wittich („Einleitung“, [S. 29]) soll Bet = Mark zigeunerischen Ursprungs sein, ich finde aber in den zigeun. Vokabularien (außer bei Jühling, S. 220: Beti [Bete] = Mark) nichts Ähnliches angeführt.

[1441] Die Vokabel ist u. a. bekannt auch in der schwäb. Händlerspr., S. 484 (Flachs, Flächsle [in Pfedelb. (210) auch Flucks od. Flux] = Mark). Über sonstige Belege (aus dem Rotw. u. der Kundenspr.) sowie zur Erklärung des Ausdrucks s. das Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 33, S. 245 u. Anm. 6. Fischer, Schwäb. W.-B. II, Sp. 1553 schweigt über die Deutung.

[1442] S. dazu die Verbdgn. drei Räp(p)le = Taler. Räpple = Mark ist auch der schwäb. Händlerspr. in U. (214) bekannt. Zur Etymologie (Dimin. von Rappen) s. d. Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 33, S. 302 u. Anm. 5 vbd. mit S. 305, Anm. 3 u. dazu noch Weigand, W.-B. II, Sp. 528 (unter „Rappen“), wo bemerkt ist, daß das Wort nach E. Schröder „ursprünglich eine spöttische Bezeichnung der schlechten Pfennige“ gewesen, „die der Herr von Rappoltstein bei Kolmar 1291 unbefugterweise prägte“; vgl. Schweiz. Idiot. VI, Sp. 1178.

[1443] Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 70 (Schuk = Mark); Schwäb. Händlerspr. 484 (ebenso); s. auch Metzer Jenisch 216 (Schockum = Mark). Etymologie. Hier liegt (gleichwie wohl auch bei Bet [s. [Anm. 1440]]) zweifelsohne eine auf Grund der Ähnlichkeit von „Markt“ und „Mark“ vorgenommene Begriffsübertragung, nämlich von dem hebr. schûq = „Straße, Markt, Jahrmarkt“, vor. S. Näh. hierzu sowie über die Belege für Schock (Geschock, G’schuk) u. ä. = (Jahr-)Markt im Rotw. u. (das seltenere) Schuk (od. Schock) = Mark in der neueren Gaun.- u. Kundenspr. in Groß’ Archiv, Bd. 33, S. 283/84 u. Anm. 5 vbd. m. Bd. 59, S. 285; vgl. auch noch Fischer, Schwäb. W. B. III, Sp. 490 (unter „G[e]schock“).

[1444] S. aberwitzig u. Affengesicht.

[1445] S. Bratkartoffeln u. Bulle.

[1446] Mit Kuiete = Pulver ist zusammengesetzt Kuieterolle u. -roller = Pulvermühle, -müller. Das Wort, das m. W. im Rotw. usw. nicht vorkommt, stammt wohl aus der Zigeunersprache (s. „Einleitung“, [S. 30]); vgl. Näh. bei Pott II, S. 159 (unter „Churdo“ [Adj. = klein, zerbröckelt]), Liebich, S. 230 (gurdi = Pulver [Schießpulver]) vbd. mit S. 131, 206, 242 (churdin = Spreu, Häcksel), Miklosich, Denkschriften, Bd. 26, S. 223 (unter „churdo“: bei den deutsch. Zig.: churdin [Bedtg. wie bei Liebich], bei den böhm. Zigeun.: churdo = klein, mürbe, bei den span.: churdi = Pulver; Etym. wohl zu altind. khud = brechen), Jühling, S. 221 (Chuiärti = Pulver) u. Finck, S. 69 (xúrdi[n], Bedtg. wie bei Liebich).

[1447] S. Bierglas u. Fleischhafen.

[1448] S. Beischläferin.

[1449] S. arg u. Beischläferin.