[1600] S. Hauptmann vbd. m. Adler u. angenehm; vgl. Bischof.
[1601] S. Adler.
[1602] S. Eltern u. Bruder.
[1603] S. (betr. Mamere) Amme. — Auch von den Zigeunern wird für „Oheim“ unterschieden dādéskĕro und dākro prāl, d. h. „väterlicher (des Vaters)“ u. „mütterlicher (der Mutter) Bruder“; s. Liebich, S. 131 u. 207.
[1604] Zus. damit: Loslingschlang = Ohrring. Zu vgl. (aus dem. verw. Quellenkr.): Schwäb Händlerspr. 484 (Loser = Ohr; vgl. [482] losere [in Pfedelb. (210): losen] = hören); s. auch Regensb. Rotw. 489 (Luser = Ohr); auch schon (mit der Endung -ling) im älteren Rotw. des 15. u. 16. Jahrh. (s. schon Basl. Betrügnisse um 1450 [15: Luselinge = Ohren]; Lib. Vagat. 54 [Lüßlinng = Ohr] u. a. m.) bekannt. Etymologie: Der Ausdr. gehört, wie das weidmänn. (u. wohl auch sonst mundartl. gebr.) Loser (Luser) = Ohr des Wildes (eigentl. „Aufhorcher“ [vgl. mhd. losære = Horcher, Lauscher, ahd. losari = Hörer, Zuhörer]), zu dem Zeitw. losen (schon mhd. losen, ahd. [h]losên, losên) = aufhorchen, zuhören; s. Pott II, S. 20 vbd. mit Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 1297 (unter Loser, Nr. 3), Sp. 1298 (unter „losere[n]“, Sp. 1346 (unter „Luser“) u. Weigand, W.-B. II, Sp. 85.
[1605] S. (betr. Schlang), Halskette.
[1606] Bei dieser (m. Wiss. im Rotw. u. in d. sonstigen Geheimsprachen nicht bekannten) eigentümlichen Redensart ist Käfferle wohl nicht (wie bei Käfferle = Junggeselle oder Greis) zu Kaffer im Sinne von „Mann (Kerl)“, sondern im Sinne vor „Bauer“ zu stellen, und zwar dürfte es sich sehr wahrscheinlich handeln um eine jenische Übersetzung der mundartl. fast in ganz Deutschland (einschl. Schweiz und Österreich) verbreiteten Bezeichnung „kalter Bauer“ für Onanie bzw. Pollution u. deren Spuren; s. dazu die Redensarten: den kalten Bauern schlagen od. herunterreißen (steir.) u. zu vgl. im einzelnen über die deutsch. Mundarten: Grimm, D. W.-B. I. Sp. 1176 (unter „Bauer“, Nr. 2) vbd. mit Müller in den „Anthropophyteia“, Bd. VIII, S. 20. Ob nun aber hierbei der Ausdruck „Bauer“ wirklich = rusticus (Landmann) aufzufassen ist (wofür z. B. unbedenklich Fischer, Schwäb. W.-B. I, Sp. 703 [unter „Bauer“, Nr. 3, d] eingetreten) oder ob man ihn mit Grimm, a. a. O., Sp. 1175 als ein eigenes (auf das Gotische zurückzuführendes) Wort im Sinne von voluptas, libido nehmen will, mag dahingestellt bleiben. Für das Adj. kalt (hier etwa = „wider die Natur“) verweist Fischer, a. a. O. auf „die Vorstellung von der ‚kalten‘ Natur der Teufelsbuhlschaft.“
[1607] S. Dom u. Almosen.
[1608] S. (betr. Lobe u. Kies) Bank u. Bankier.
[1609] S. Bauerndorf.