Aller Augen hatten sich dem Redner zugewandt, der sich jetzt die Stirn eifrig mit einem roten Taschentuche rieb.
Jakob Silberland mußte zweimal läuten, bis das beifällige Gemurmel verstummte; dann sagte er:
»Der verehrte Herr Vorredner hat sich gleich zu den zwei ersten Punkten der Tagesordnung geäußert, und zwar schlägt er Beibehaltung der alten Ämter und Wiederwahl der bisherigen Beamten vor. Ist die Versammlung damit einverstanden, daß diese beiden Punkte gemeinsam behandelt werden?«
Jetzt kam Leben in die Versammlung, und von allen Seiten ertönten Beifallsrufe und Zustimmungsäußerungen. Da richtete Jakob Silberland sich stolz auf und sagte:
»Die ganz überwiegende Mehrheit wünscht die gemeinsame Behandlung beider Punkte. Ich stelle also den Vorschlag des Vorredners zur Abstimmung, die bisherigen Beamten zu ihren bisherigen Ämtern wieder zu wählen.«
Jetzt wich die Schüchternheit von der Versammlung. Die Beifallsrufe bekamen einen fast animalischen Charakter. Es wurde geschrieen, geklatscht und getrampelt.
Edgar Allan beugte sich zu Paul Seebeck und flüsterte ihm zu:
»Sehen Sie, wie sie bei dem Gedanken aufleben, wieder unter die Peitsche zu kommen. Wie ein Alp hat die Vorstellung auf ihnen gelastet, daß sie frei wären.«
Paul Seebeck seufzte und schwieg.
Endlich war es Jakob Silberland gelungen, mit seiner Glocke den Lärm zu übertönen. Sein Gesicht strahlte vor Freude und Stolz.