Sie ritten langsam die Hauptstraße hinauf; als sie aber die Plattform erreichten, auf der das Volkshaus stand, stiegen sie ab, um die Tiere nicht zu überanstrengen, und führten sie am Zügel die Serpentinen hinauf. Als sie auf dem Hochplateau standen, sahen sie die Pyramide des Vulkans riesenhaft und scharf in die Höhe ragen. Ein ganz dünnes Wölkchen – kaum mehr als ein Schleier – schwebte über seiner Spitze.

»Da müssen wir hinauf«, sagte Felix und half Hedwig wieder in den Sattel, »was meinst du?«

Hedwig gab mit der Peitsche ihrem Pferdchen einen kleinen Schlag:

»Komm«, rief sie und galoppierte voran.

Sie waren immer noch auf dem gebahnten Wege, der der Arbeit am Staubecken wegen angelegt worden war, und nach einer halben Stunde hatten sie dieses erreicht. Sie sprangen von den Pferden, an denen der Schweiß herunterrann und setzten sich auf einige Steinblöcke.

Vor ihnen lag ruhig der See, aber von dem Meere her klang ein donnerndes Getöse zu ihnen hin.

»Weißt du, was Allan mir erzählt hat?« fragte Felix. »Er will im See einen künstlichen Schlammboden machen und Fische hineinsetzen. Er sagte, das wäre gar nicht so schlimm, er wüßte nur nicht, wie er verhindern sollte, daß die Fische mit dem Wasserfalle ins Meer gerissen würden. Aber das findet er sicher auch noch heraus!«

»Fische? Wie nett. Aber dann soll er auch Vögel hierherbringen.«

»Daran hat er auch schon gedacht; er will überhaupt alle möglichen Tiere hier wild aussetzen. Er weiß nur noch nicht welche. Aber er sagte, daß nach zehn Jahren die Insel alle möglichen Pflanzen und Tiere haben wird. Ich soll ihm bei der Arbeit helfen. Du, das wird wundervoll!« rief er.

»Aber wie sollen hier Tiere leben?« fragte Hedwig zweifelnd und sah sich in der öden Steinwüste um.