Abb. 101. Rakett. ¹⁄₁₆. Tihuïpa. Chiriguano.

Abb. 102. Maiskolbenpfeil. ⅓. „Sóuki“. Chané. Rio Parapiti.

Abb. 103. Stäbchen zum Huirahuahuaspiel. ⅓. Chané. Rio Parapiti.

Wie die Choroti- und Ashluslaykinder, langweilen sich die Kinder der Chanés und Chiriguanos selten, wie diese sind es artige und gute Kinder. Auf den Spielplätzen in den Dörfern geht es in der Regel sehr munter zu. Dies gilt für die Heiden. Die Kinder, die in die Hände der Mönche geraten sind, sehen düster und verschlossen aus, sie haben schon etwas von dem zu kosten bekommen, was die Kinder des weißen Mannes lernen, Erziehung und beginnende Zivilisation. „Du sollst ...“ „Du sollst nicht ...“

Die Spiele und Spielzeuge sind vom anthropo-geographischen Gesichtspunkte aus von großem Interesse. Eine Mehrzahl von ihnen finden wir nicht außerhalb des Chaco und der angrenzenden Gegenden in Südamerika. Dagegen finden wir sie in Nordamerika. Infolgedessen habe ich den Schluß gezogen,[71] daß die Spiele und Spielsachen Überbleibsel aus einer Zeit sind, in der der kulturelle Austausch zwischen Nord- und Südamerika größer als jetzt war, oder richtiger, daß Spuren eines von Norden ausgehenden Kulturstromes bis nach Argentinien hinunter gegangen sind. Eine merkwürdige Ähnlichkeit herrscht auch zwischen den Typen von Tabakspfeifen, die man im südlichen Südamerika und in Nordamerika trifft. Die Dreifußkeramik, die ich bei meinen Ausgrabungen im östlichen Bolivia, in Mojos, gefunden habe, deutet auch auf Einflüsse von Norden.

Abb. 104. Spielzeug. Chané und Chiriguano.


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