A = „mou-mou“. ⅙. Chané. Rio Parapiti.
B = brummender Kreisel. ²⁄₉. Chiriguano. Caipipendi.
C, C1 = Reifen mit Peitsche. Chané. Rio Itiyuro.
D = Musikbogen. ¼. Chané. Rio Parapiti.

Abb. 105. Puppen aus Wachs. ¹⁄₁. Chané. Rio Parapiti.

Alltagskleidung.

In den Dörfern, wo der Einfluß der Weißen nicht die alten Trachten verdrängt hat, tragen die Chané- und Chiriguanofrauen ein sackförmiges Kleidungsstück, „tiru“ ([Abb. 106]). Dieses kann, wie aus den Photographien ersichtlich, auf verschiedene Weise getragen werden. Früher scheint der Tiru nicht die jetzige Form gehabt zu haben. Viedma[72] sagt, die Chiriguanofrauen hatten nur ein Stück Zeug um die Hüften. Sicher hat sich die Tracht unter dem Einfluß der „moralischen“ Christen so entwickelt, daß sie „anständiger“ geworden ist.

Abb. 106. Chanéfrau von Rio Parapiti, in „Tiru“ gekleidet.

Von einheimischen Schmucksachen sieht man Halsketten aus Türkis- und Chrysocolperlen und aus schwarzen Körnern.

Nach eigenen Angaben finden die Indianer die Steinperlen in der Erde, wo alte Wohnplätze und Gräber sind. Die Mestizen im Tarijatal, die in ihren Feldern eine große Menge dieser Perlen finden, verkaufen sie den Chiriguanos und Chanés zu hohen Preisen. Früher wurde eine Halskette aus diesen Perlen mit einem Pferd bezahlt.

Das Haar tragen die Chané- und Chiriguanofrauen halblang, mitten auf der Stirn gescheitelt und manchmal im Nacken oder auf dem Kopf mit einem Band zusammengebunden.