Am folgenden Tag sagte Tatutunpa zu seiner Frau: „Wir wollen nach unserem Acker gehen.“ Sie gingen dorthin. Er grub nun ein Loch, in welchem er ein Feuer machte. Als das Loch richtig warm, richtig rot war, nahm er eine sehr große Kalebasse und kroch in dieselbe hinein. Er bat seine Frau, die Kalebasse zuzustopfen, in die warme Grube zu legen und die Kalebasse, wenn er pfeife, umzudrehen, damit er hinaus könne. Die Frau tat so, wie er gesagt hatte. Als er pfiff, drehte sie die Kalebasse um und Tatutunpa kam heraus, schön und jung, mit allen seinen alten Schmucksachen geschmückt.
Nach einem Weilchen wärmte Tatutunpa die Grube wieder und seine Frau kroch in die Kalebasse. Er bedeckte diese und warf sie in die Grube. Als sie pfiff, drehte er die Kalebasse um. Jung und schön kam sie aus derselben.
Sie kehrten nach Hause zurück und nahmen ein Quebrachostäbchen mit, um damit Feuer anzumachen. Als sie nach Hause kamen, war die Alte mit dem Brauen von Maisbier beschäftigt.
„In dieser Nacht wird es sehr kalt und deshalb habe ich dieses Stäbchen mitgenommen, damit wir etwas haben, woran wir uns wärmen können“, sagte Tatutunpa. Aguaratunpa hatte viel „Tartago“-Holz mit nach Hause genommen, es reichte aber nicht die ganze Nacht. Mitten in der Nacht war das Holz zu Ende. Er ging zur Feuerstätte seiner Schwiegermutter, die beim Maisbierkochen war. Als die Alte sah, daß ein Fuchs sich zu ihrem Feuer schlich, steckte sie ein Stück Holz in Aguaratunpas Hinteren. Mit dem Holz im Hinteren sprang er davon, für immer in einen Fuchs verwandelt.
Die Entstehung der Arbeit.
Erzählt von dem Chanéindianer Batirayu.
Tatutunpa hatte einen Zauberspaten. Stellte man ihn des Abends in den Acker, so war der Acker am Morgen fertig gegraben. Aguaratunpa kam eines Tages in Gesellschaft seiner beiden Brüder zu Tatutunpa. „Wir wollen um deinen Spaten spielen“, sagte er. „Wenn es blitzt, wollen wir in den Blitz sehen, und derjenige, der nicht blinzelt, gewinnt den Spaten.“ Darauf ging Tatutunpa ein.
Aguaratunpa lieh sich nun die Augen der Heuschrecke „Tu-ku“, die keine Augenlider hat, Tatutunpa und Aguaratunpa setzten sich und stierten nach dem Himmel. Als es blitzte, blinzelte Tatutunpa, aber nicht Aguaratunpa, der die Augen der Heuschrecke hatte. Er hatte den Spaten gewonnen. Als er ging, nahm er gleichwohl nicht den Spaten, der selbst grub, mit, sondern einen gewöhnlichen hölzernen Spaten.
„Nehme ich den Spaten mit dem hohlen Stiel, so können auch die Faulen Mais bauen, mit dem hier aber muß man arbeiten, um Mais für seine Familie zu schaffen“, sagte Aguaratunpa zu seinen Brüdern.
Der Heuschrecke gab Aguaratunpa die geliehenen Augen zurück.