Diese kletterte am Stamme bis zum Gipfel hinauf und rollte herab, ohne sich zu beschädigen. Dies machte dem Jaguar Spaß, und die Schildkröte mußte wieder hinaufklettern. Wieder rollte sie herunter, ohne sich zu beschädigen. Der Jaguar wollte es auch versuchen. Er kletterte hinauf und rollte herunter, riß sich aber an den Dornen alle seine Eingeweide auf und starb.

Die Schildkröte nahm die Krallen des Jaguars als Spielzeug für ihren kleinen Sohn mit nach Hause.

Die Liebessage des Kolibris.

Erzählt von dem Chiriguanoindianer Yambási.

Es waren zwei Mädchen, die Chinu (Kolibri) die Flöte spielen hörten. Er spielte so schön, daß eins der Mädchen sagte: „Ihn will ich zum Manne haben.“ Sie suchte den Kolibri auf und schlief bei ihm.

„Wir wollen in mein Haus gehen“, sagte der Kolibri. Als sie dorthin kamen, war es so klein, daß das Mädchen keinen Platz fand. Sie ging deshalb in ihr Dorf zurück.

Am Abend kam der Kolibri vor das Dorf und spielte Flöte, um sie zu locken. Das Mädchen lauschte und sagte: „Der Kolibri ist’s, der spielt.“ Sie ging aber nicht mehr zu ihm. Jeden Abend kam der Kolibri vor das Dorf und spielte seine schönsten Weisen, das Mädchen wollte aber nicht mit ihm gehen, der eine so kleine Hütte hatte.

Als die Zecke, Yatéu, mit dem Strauß, Yándu, um die Wette lief.

Die Zecke und der Strauß wollten einen Wettlauf veranstalten, um zu sehen, wer am besten laufen konnte. Als sie zu laufen begannen, hüpfte die Zecke auf den Strauß und biß sich in den Augenwinkeln fest.

Als der Strauß eine Strecke gelaufen war, schielte er nach der Seite, um zu sehen, ob die Zecke auch mit war. Da sie in dem Augenwinkel war, sah er sie an seiner Seite.