Wenn ein Meteor, „baeréndi“, niederfällt, bedeutet es den Tod eines Häuptlings. Über eine Sternschnuppe sagten die Chanés am Rio Parapiti: „Er geht, um bei seinem Mädchen zu schlafen.“ Maringay war in seiner Erklärung realistischer. „Der Stern läßt etwas fallen“, sagte der Alte.
Wenn es donnert, geht Chiquéritunpa um. Die Medizinmänner, „ipáye“, können Regen machen. Wenn die Schwalben „máchurupimpi“, niedrig fliegen, regnet es, sagen die Indianer. Ein anderer Vogel, „chóncho“, verkündet Regen. Reist man, so soll man nicht einen Krug ins Wasser stecken, sondern das Wasser mit einer Kalebasse schöpfen, sonst regnet es. In einer mir von den Chanés am Rio Itiyuro erzählten Weltuntergangssage geht die Welt durch Wasser unter. Die Chanés am Rio Parapiti erzählten mir, wie die Welt durch einen Sturm untergegangen sei. Der Wind spielt sonst in den Sagen eine unbedeutende Rolle. Setzt man einen erwärmten Krug in rinnendes Wasser, so kommt Sturm, sagen die Chanés am Rio Parapiti. Der Regenbogen, „yii“, ist eine Schlange.
[92] Tocay ist eine Hütte, in welcher der Jäger verborgen liegt, um von dort Vögel mit Schlinge oder Pfeil zu fangen.
[93] Der Große Geist (s. [S. 257]).
[94] Feuerzeug aus Holzstäbchen.
[95] Ein anderer Chané erzählte mir, daß der Frosch das Feuer vom schwarzen Geier gestohlen habe.
[96] Domenico del Campana: l. c. S. 22.
[97] Ehrenreich: l. c. S. 30–31.
[98] Im Thurn: Among the Indians of Guyana. London 1883, l. c. S. 375.
[99] Vgl. Domenico del Campana: l. c. S. 39.