Auch wenn ein Hund stirbt, so glauben die Indianer, daß er verhext worden ist. Ein weißer Mann hatte einige Matacohunde mit Strychnin vergiftet, und als nun die Matacos den einen Hund nach dem anderen plötzlich krank werden und sterben sahen, fürchteten sie diesen Weißen, der, wie sie glaubten, ihre Hunde verhext hatte, sehr.
Die Chorotis und Ashluslays sowie auch die hier oben genannten Matacos wenden auch eine große Anzahl Pflanzen als Heilmittel an. Diese werden nicht von den Medizinmännern verordnet, sondern sind allen Mitgliedern des Stammes bekannt.
Den lateinischen Namen dieser Pflanzen kenne ich nicht. Ich gebe hier einige mit ihrem Namen auf Choroti wieder:
toshsala — wird gekocht und der Kopf damit gebadet, wenn man krank ist;
lákiole — wird gekocht; es werden bösartige Geschwüre damit gewaschen;
lácosoki — wird wie das vorige angewandt;
lashhuätis — wird gekocht und bei Magenschmerzen getrunken;
lahuóle — wird getrocknet und in einen hohlen, schmerzenden Zahn gelegt;
lésini cósoki — wird gemahlen und geweicht und dann in ein schmerzendes Ohr gestopft.
Wird jemand von einer Schlange gebissen, lassen die Matacos die Menstruation in die Wunde träufeln. Das Mittel soll auch von den Weißen in Argentinien angewendet werden. Die Chorotis wenden die Asche gewisser Pflanzen für bösartige Geschwüre, Schanker u. dgl. an. Merkwürdigerweise scheinen sie den Schanker heilen zu können, denn sie bekommen selten Bubonen.