Korbarbeiten sind, wie erwähnt, vollständig unbekannt. Die Ashluslayfrauen knüpfen Sitzmatten aus einem auf Spanisch totora genannten Schilf.

Die hauptsächlichste Industrie der Männer ist die Holzschnitzerei. Sie fertigen Pfeifen zum Rauchen, Pfeifen, Stempel, die im vorhergehenden erwähnten Werkzeuge usw. an. Sie schnitzen auch die Kalebassen zu und ornamentieren sie. Diese werden zur Aufbewahrung von Bier, als Eßschalen, als Schachteln zur Verwahrung von kleineren Gegenständen usw. angewendet. Recht oft sind sie mit liniierten, eingeritzten oder eingebrannten, schlecht gearbeiteten Ornamenten versehen, obschon die Indianer behaupteten, sie seien és (schön), hätten aber keine Bedeutung.

Abb. 56. Für die Tongefäßherstellung angewendetes hölzernes Gerät. ⅓. Ashluslay. Ähnliche wenden die Chorotis an.

Bei den Mataco-Vejos habe ich indessen Erklärungen über ähnliche Figuren bekommen, die beweisen, daß sie keineswegs so bedeutungslos sind ([Abb. 62]). Vielleicht sind sie dies niemals. Die Indianer bessern eine Kalebasse, die gesprungen ist, stets mit sehr großer Sorgfalt wieder aus. Sie nähen sie mit Caraguatáfasern zu und dichten sie dann mit Wachs. Auf wenig Dinge legten die Chorotis und Ashluslays so viel Wert, wie auf richtig große Kalebassen ([Abb. 39]). Niemals waren die Indianer und ich so verschiedener Ansicht über den Wert von Gegenständen, mit denen wir ein Tauschgeschäft machen wollten, als wenn es diese galt. Eine große Kalebasse wurde als von viel größerem Wert betrachtet als ein Tongefäß von entsprechender Größe. Ganz allgemein sind die Kalebaßschachteln von dem auf [Abb. 61] abgebildeten Typ. Die Deckel dazu sollen ausgeschnitten werden, wenn die Früchte noch an den Pflanzen hängen und nicht ganz vollreif sind.

Abb. 57. Trommel aus einem Tongefäß. ⅓. (Kochtopf.) Choroti.

Abb. 58. Wasserkrug. ⅙. Ashluslay.