Abb. 54. Chorotifrau, ein Tongefäß bauend.

Abb. 55. Töpferin. Choroti.

Die Ashluslays wenden viel mehr Felle an als die Chorotis.

Im Herzen des Chaco sehen wir, wie schon erwähnt, bei den Ashluslays, den Toba-Pilagas und Mataco-Guisnays zahlreich die von Patagonien und dem Feuerland, aber nicht von dem übrigen Südamerika bekannten Pelzmäntel. Im Chaco werden sie nur von den Frauen angewendet, während die Männer die leichteren gewebten Mäntel tragen. Wir können uns leicht denken, daß die Chacoindianer, sowohl Männer wie Frauen, alle früher, gleich den ihnen in kultureller Beziehung nahestehenden Patagoniern, Pelzmäntel angewendet haben. Als sie von den Weißen das Schaf erhielten, begannen sie Mäntel und Schurzfelle aus Wolle zu weben. Diese wurden zuerst nur von den Männern getragen, bis sie bei den Chorotis und anderen die Pelzmäntel vollständig verdrängten, während sie von den Ashluslays noch von den Frauen angewendet werden.

Tafel 11. Chorotifrauen tragen wilde Früchte in ihren Caraguatátaschen nach Hause.


GRÖSSERES BILD

Wie gewöhnlich bei diesen Indianern, begnügen sich die Frauen mit dem Älteren und Schlechteren. Sie repräsentieren das konservative Element im Gemeinwesen. Wie wir weißen Männer nicht ungern sehen, daß unsere Frauen schick gekleidet sind, so lieben es die Indianer, ihre Männer mit schön ornamentierten Mänteln auszustaffieren, obschon ihnen dies viele Arbeit kostet.