1909 war die äußere politische Lage verändert. Die Chorotis und Ashluslays hatten mit den Matacos Frieden geschlossen. Dagegen lebten die Ashluslays mit den Tobas in erbitterter Fehde.

Abb. 62. Kalebaßschale. Mataco-Vejos. ¼.
a = Strauß. b = Weg. c = Ebene (Pampas). d = Wald.

Die Ursache der Kriege zwischen diesen Stämmen ist gewöhnlich der Fischfang und die Plünderungssucht. Ein Stamm sperrt den Fluß ab, so daß die Fische nicht zu den Fischplätzen des anderen hinaufkommen können. Dieser versucht die Sperre zu zerstören, einer der Stämme verwundet oder tötet einen von der Gegenpartei, und der Krieg ist in vollem Gange.

Beide Stämme ziehen sich so weit zurück, daß zwischen ihnen eine unbewohnte Zone entsteht. Geordnete Schlachten scheinen selten geschlagen zu werden und in der Regel ist die Zahl der Getöteten eine sehr geringe.

Ein weißer Mann hat mir über eine Schlacht zwischen den Chorotis und Matacos folgende Schilderung gemacht, die sehr charakteristisch, wenn auch etwas übertrieben ist.

Abb. 63. Mais sammelnde Frau. Gezeichnet von einer Matacofrau. Esperanza. ¹⁄₁.

Abb. 64. Zeichnungen des Chorotimädchens Ashlisi. ½.