Abb. 66. Zeichnungen eines 20jährigen Ashluslaymannes.
A = Kuh; a = Zähne, b = Horn, c = Schwanz. — B = Jaguar.
Wenn die Indianer zum Kampfe ausziehen, stellen sie zuerst ein ordentliches Trinkgelage an, bemalen sich kohlschwarz und schmücken sich mit Federschmuck, Magenpanzer aus dickem Fell, Jacken und Mützen aus Jaguarhaut usw.
Die Ashluslays führen richtige Kriegsspiele, richtige Feldmanöver auf, wo man sich übt oder richtiger amüsiert. Diejenigen, die den Feind vorstellen, bekommen immer Prügel. Die Häuptlinge sind, wie schon gesagt, im Kriege Befehlshaber. Eine Disziplin ist nicht vorhanden.
Abb. 67. Ashluslaykrieger.
Die Waffen im Kampfe sind Pfeil und Bogen sowie Streitkolben. Durch Umwicklung des linken Handgelenks schützt man sich gegen die Bogensehnen ([Taf. 4]). Einige der Ashluslays, die beritten sind, wenden Lanzen an. Die Matacos benutzen bisweilen Brandpfeile, mit denen sie die Dörfer der Feinde in Brand setzen.
Der bitterste Feind der Ashluslays ist der Tobahäuptling Taycolique, der, wie ich vorher erzählt habe, seine Leute systematisch mit Feuerwaffen bewaffnet. Ich fragte einmal Dr. L. Trigo, der fünf Jahre lang Gouverneur im bolivianischen Chaco war und als solcher viel mit den Indianern zu tun gehabt hat, ob er unter ihnen eine bedeutende, leitende Persönlichkeit, einen „großen Mann“, angetroffen habe. Er antwortete, der einzige sei Taycolique.
Abb. 68. Federschmuck. ¼. Wird im Stirnband getragen. Ashluslay.