Unter den Indianern geht das Gerücht, daß dieser Häuptling eine allgemeine indianische Empörung gegen die Weißen anzustiften versucht habe. Er hat mit dem Chiriguanohäuptling Mandepora und dem Chanéhäuptling Vocapoy geheime Konferenzen gehabt. Dies geschah 1909 unter dem Einfluß des Gerüchts, daß zwischen Bolivia und Argentinien ein Krieg im Anzug sei.

Ein Friede zwischen den Stämmen wird in der Weise geschlossen, daß an die Angehörigen der im Kampfe Gefallenen Schafe, Pferde und andere Gaben ausgeteilt werden. Beide Stämme, auch die Sieger, bezahlen einander Blutschuld. Der Friede wird somit eigentlich zwischen den Individuen und nicht zwischen den Stämmen geschlossen. Haben alle Individuen der Stämme ihre gegenseitigen Streitigkeiten beglichen, so hört der Krieg auf. Mein Dolmetscher Manuel Flores, von dem ich vorher gesprochen habe, hat auf diese Weise 1908 die Blutschuldauszahlungen zwischen den Matacos und den Chorotis geordnet, worauf sie in Frieden, wenn auch in einem bewaffneten Frieden, lebten. Ihre gefangenen Kinder versuchten die Ashluslays mitten im Kriege von den Tobas gegen Pferde zurückzukaufen. Einige Mataco-Guisnays, die unter den Tobas lebten und eine eigentümliche neutrale Stellung zu beobachten schienen, dienten als Zwischenhändler.

Abb. 69. Federschmuck. ⅕. Wird auf dem Kopfe getragen. Ashluslay.

Abb. 70. Skalp eines Tobapilaga. ¼. Ashluslay.

Abb. 71. Streitkolben. ⅕. Ashluslay.

Tafel 12. Ashluslaykrieger.