Diese regelmäßige Eintreibung einer solch hohen Lebensmittelsteuer und die Tatsache, daß der Fuchs sie unzerstückelt davontrug, wies darauf hin, daß er eine Familie von kleinen Füchsen zu Hause hatte, und diese aufzufinden, machte ich mir nun zur Pflicht.
Am selben Abend begab ich mich mit Ranger, meinem Hund, über den Fluß hinüber und mitten in die Erindaler Forste hinein. Sobald der Hund zu suchen begann, hörte ich das kurze, scharfe Bellen eines Fuchses aus einem dicht verwachsenen Einschnitt dicht neben mir. Ranger setzte sofort hinein, fand eine frische Fährte und raste im lebhaftesten Tempo davon, bis sich seine Stimme in der Ferne hinter den Hügeln verlor.
Nach fast einer Stunde kam er unverrichteter Sache zurück, keuchend und erhitzt, denn es war heißes Augustwetter, und legte sich zu meinen Füßen nieder.
In demselben Augenblick ertönte direkt neben uns dasselbe fuchsische »Jap-Jurr«, und davon sauste der Hund auf eine neue Jagd.
Fort ging es, in die Dunkelheit hinein, der Hund, bellend wie ein Nebelhorn, mit der Richtung direkt nach Norden. Das laute »Boo–boo« wurde zum leisen »Oo–oo«, dieses zum schwachen »O–o«, und dann war es still. Sie mußten etliche Kilometer weit gelaufen sein; denn selbst mit dem Ohr auf dem Erdboden konnte ich nichts hören, obwohl einige Kilometer keine Entfernung für Rangers messingne Stimme waren.
Wie ich so im dunklen Forst stand und wartete, vernahm ich den melodischen Klang von tropfendem Wasser: »Tink tank tenk tink, ta tink tank tenk tonk.«
Ich wußte nichts von dem Dasein einer Quelle in dieser Gegend und war in der heißen Nacht glücklich über den Fund. Der Ton führte mich zu einer Eiche, bei der ich die Urheberin fand. Es war ein weicher, süßer Gesang, wie der Zaubergesang der Verführung:
»Tonk tank tenk tink
Ta tink a tonk a tank, a tink a
Ta ta tink tank ta ta tonk tink