Trink a trank a trink a trunk.«

Es war der Tropfgesang der Sägewetzeule. –

Plötzlich weckte mich ein tiefes, heiseres Stöhnen und das Rascheln der Blätter – Ranger war zurück. Er war vollkommen erschöpft. Seine Zunge hing ihm fast bis zum Erdboden, der Schaum stand ihm vorm Maule, seine Lungen arbeiteten schwer, und der Schweiß tropfte von Brust und Flanken. Einen Augenblick schaute er mich an, leckte pflichtschuldig meine Hand und warf sich dann auf den Boden, um alle anderen Geräusche mit seinem lauten Keuchen zu übertönen.

Da auf einmal ertönte einige Schritte vor mir wieder das neckende »Jap-Jurr«, und alles wurde mir klar.

Wir standen dicht bei der Höhle, wo die kleinen Füchse hausten, und die Alten versuchten abwechselnd uns hinwegzulocken.

Es war inzwischen stichdunkle Nacht geworden, und wir wendeten uns heimwärts, zumal wir die Gewißheit hatten, daß das Rätsel nahezu gelöst sei.

II.

Es war allgemein bekannt, daß ein alter Fuchs mit seiner Familie in der Nachbarschaft lebte, doch niemand vermutete ihn so nahe.

Dieser Fuchs war von allen anderen seinesgleichen leicht durch eine Narbe zu unterscheiden, die vom Auge durch und bis hinter das Ohr reichte. Man vermutete, daß er sie auf der Hasenjagd von einem Stacheldrahtzaun erhalten habe, und da die Haare nach der Heilung der Wunde an dieser Stelle weiß wuchsen, blieb die Narbe immer ein untrügliches Abzeichen.

Im Winter vorher hatte ich diesen Fuchs zum erstenmal getroffen, und er hatte mir seine Schlauheit durch ein Beispiel bewiesen. Nach einem Schneefall war ich auf die Jagd gegangen und hatte die Felder gekreuzt, bis ich zu einer buschbewachsenen Einsenkung hinter einer alten Mühle kam. Als ich so weit herangekommen war, daß ich das flache Tal überblicken konnte, blieb mein Auge auf einem Fuchs haften, der außer Schußweite auf der anderen Seite herabtrottete und meinen Weg kreuzte. Augenblicklich hemmte ich meine Schritte, blieb vollkommen regungslos stehen und vermied es, auch nur meinen Kopf zu neigen oder zu wenden, um seine Aufmerksamkeit nicht auf mich zu lenken, bis er im dichten Gebüsch auf der Talsohle verschwunden war. Dann duckte ich mich und lief nach der anderen Seite, wo er die Deckung verlassen mußte. Dort wartete ich eine gute Weile, aber kein Fuchs erschien. Bei näherer Untersuchung der frischen Fährte entdeckte ich, daß der Fuchs unter dem Schutze des Buschwerks seine Richtung geändert hatte, und, den Fußspuren mit den Augen folgend, erblickte ich den alten Schlaumeier in beträchtlicher Entfernung direkt hinter mir, auf den Hinterläufen sitzend und augenscheinlich erheitert grinsend.