IV.

Der Koch auf dieser Expedition war Bates – Herr Thomas Bates, wie er sich selbst auf dem Postamt zu nennen pflegte, wohin er regelmäßig ging, um nach Briefen und Geldsendungen zu fragen, die niemals eintrafen. Tom Truthahnspur nannten ihn die Hirten nach seinem Brandzeichen, das, wie er sagte, in Denver eingetragen war und seinen Erzählungen nach von ungezähltem Herdenvieh auf den Weiden des unbekannten Nordens getragen wurde.

Als Bates zur Teilnahme an der Verfolgung des berühmten Mustangs aufgefordert wurde, hatte er spöttische Bemerkungen fallen lassen über Pferde, die nicht mehr wert wären, als zwölf Dollars das Dutzend, und hatte es vorgezogen, für einen geringen Lohn mitzugehen. Jedoch keiner, der den Paßgänger einmal in seinem stolzen Trab bewundern durfte, konnte den Gedanken an dieses edle Tier wieder loswerden. Auch Truthahnspur erfuhr es an sich selbst, und so hatte auch er nur noch den einen Wunsch, den Mustang zu besitzen. Wie dies auszuführen sei, war ihm nicht ganz klar, bis eines Tages ein befreundeter Hirte, namens Smith, allgemein bekannt als Hufeisen-Billy, zum Besuche auf der Farm erschien. Während das ausgezeichnete frische Fleisch, Brot und ein recht erbärmlicher Kaffee vertilgt wurden, bemerkte der vom Hufeisen, mit beiden Backen kauend:

»Ich sah den Paßgänger heute morgen, nahe genug, um einen Zopf in seinen Schweif zu flechten.«

»Was? und du hast nicht geschossen?«

»Nein, aber ich war nahe daran.«

»Daß du mir keine Dummheiten machst,« rief ein Hirte vom anderen Ende des Tisches dazwischen, »ich wette, daß, ehe der Mond wechselt, dieser Teufelshengst mein Brandzeichen tragen wird.«

»Dann mußt du dich dazu halten,« meinte ein anderer, »oder du findest einen Triangel auf seinem Bug, wenn du ihn wiedersiehst.«