»Wenn das Fräulein Holger wüßte!« rief Martha.

»Die ist die Rechte!« sagte Asta. »Uns giebt sie gute Lehren, aber sie selbst thut, was sie will.«

»Pfui, wie lieblos!« seufzte die bleiche Martha kopfschüttelnd. »Nein, ein Mädchen wie Du … Ich steige in meiner eigenen Hochachtung. Ich bin jetzt überzeugt …«

»Wovon?«

»Daß ich allein im Stande sein werde, die moralischen und intellektuellen Anforderungen des geistvollen jungen Mannes zu befriedigen.«

»Das war schön gesagt!« lachte Rosa …

Jetzt rauschte eine Robe über den Kies des Weges; Virginie trat auf das diskutirende Kleeblatt hinzu. Sie schien außerordentlich heiter.

»Mesdames«, begann sie, »eine charmante Neuigkeit!«

»Nun, laß hören.«

»Ich gehe da eben an der Jasminlaube vorüber. Was glaubt Ihr, was ich erlauschte? – Eulalie, die sanfte, hingebende Eulalie liegt weinend am Busen Josephinens!«