»Nämlich … also …« stammelte der Fremde, »ich suche eigentlich die Vorsteherin des Pensionats, Fräulein Adelgunde Holger …«

»Die ist nicht zu Hause,« sagte Josephine.

»In der That nicht? Das thut mir leid, aufrichtig leid, und Sie wissen nicht, wann das Fräulein zurückkehrt?«

»Nicht vor heute Abend«, entgegnete die Braut mit imponirender Bestimmtheit.

»So … Sie entschuldigen … ich glaubte nämlich, die Frau da draußen hätte mich nur falsch verstanden … Also das Fräulein ist wirklich nicht zu Hause … Aber dann will ich nicht weiter stören, meine Damen … Morgen früh wäre ich wohl sicher, Fräulein Holger zu treffen?«

»Sie kommen am besten zwischen elf und zwölf«, sagte Asta mit bezauberndem Lächeln.

»Aber bitte, wollen Sie wirklich schon gehen?« fragte Rosa verbindlich.

»Ich darf nicht wagen«, entgegnete der Fremde, »Ihre Geduld länger in Anspruch zu nehmen …«

»O, wir sind gar nicht ungeduldig«, rief Asta mit der Gluth einer tiefinnerlichen Ueberzeugung.