»Aber erlauben Sie gütigst,« erwiderte Quaddler, »das gehört doch sozusagen in Ihr Geschäft, und wo die Pflicht Ihres Amtes …«

»Ach was,« versetzte Burkhardt, »ich habe kein Amt, und der Teufel soll's holen, wenn ich alle Naselang aus der Werkstatt geholt werde! Das nächste Mal setz' ich Ihnen zwei Gulden auf Rechnung. Ich danke dafür, den halben Nachmittag zu vertrödeln, wenn die Leute einmal einen Schlüssel verlegen.«

So traten sie vor die Tür.

»Aber was wollen Sie denn eigentlich?« schrie Burkhardt, den armen Quaddler wütend am Arme schüttelnd. »Da steckt ja der Schlüssel! Himmelschockmillionendonnerwetter, denken Sie vielleicht, Sie können mich hier, wie ein böser Bube, zum Narren halten?«

»Ja, aber bester Herr Burkhardt, das geht nicht mit rechten Dingen zu! Vorhin stak der Schlüssel nicht, das kann ich beeidigen.«

»So? Können Sie das beeidigen? Na, mir sollen Sie wieder kommen mit Schlösseraufmachen! Einen alten Hund werde ich tun, aber nicht wieder mit Ihnen herlaufen, Sie alter, versoffener Pfannenschmied!«

Der Schlossermeister eilte fluchend die Treppe hinab. Quaddler aber stand wort- und regungslos da, eine männliche Niobe.

»Nun, wird's bald?« rief Doktor Brömmel, an der Türklinke rüttelnd.

Der Pedell seufzte. Dann drehte er in völlig geknickter Stimmung den Schlüssel um.

»Hören Sie,« begann Doktor Brömmel in strafendem Tone, »ich glaube, Sie selbst haben in Ihrer bodenlosen Zerstreutheit den Schlüssel da abgezogen! Ich hasse nichts mehr als die Zerstreutheit. Wiederholt sich dergleichen, so werde ich dafür sorgen, daß Ihnen von höchster Stelle aus ein Verweis erteilt wird.«