Im weiteren Verlauf der Dichtung schob ich nun dem unglücklichen Lehrer eine endlose Reihe von Machinationen unter, von denen keine zum erwünschten Ziele führt. Da ergreift ihn die helle Verzweiflung. Die Hände zum Zeus erhoben, bricht er in die klagenden Worte aus:

O Herr, sieh du in Gnaden
Auf meiner Töchter Zahl
Und hilf mir, Allerbarmer,
In meiner Vaterqual!

Da läßt Zeus seine Donner rollen, und eine vernichtende Stimme ruft dem erschrockenen Bittsteller zu:

Was du dir angerichtet,
Ertrage mit Geduld:
Hast du zu viele Töchter,
So bist du selber schuld!

Der Leser wird schon bei der Lektüre dieser wenigen Proben die Überzeugung gewinnen, daß unsere Lieblosigkeit einen wahrhaft beängstigenden Höhegrad erreicht hatte. Was war indes meine Ballade gegen die Xenien Wilhelm Rumpfs oder die Vierzeiler Emanuel Boxers? Eines dieser Quatrains lautete z. B.:

Und gibt's ein Zwillingspaar,
So sind's der Kinder zwei;
Und gibt's noch eines mehr,
So sind es ihrer drei.

Ein anderes:

Wie zärtlich strahlt dein Angesicht,
Und wonnig glüht der Liebe Feuer!
Doch eines, Kind, bedenkst du nicht:
Das Geld ist rar, das Leben teuer.

Ein drittes griff die Sache noch ironischer und beißender an. Es lautete: