»Äch danke verbändlichst, äch habe för heute genog gesässen … Rompf, äch erwarte, daß Sä das Gelöbnis der Bässerung in jäder Hänsächt erföllen. Adieu, Herr Kollege.«
Sprach's und verschwand in den labyrinthischen Gängen des Schulgebäudes. – –
– – Wilhelm Rumpf hielt sein Versprechen aufs gewissenhafteste.
Er kopierte von jetzt ab nur noch die übrigen Lehrer: Samuel Heinzerlings geweihte Persönlichkeit war ihm heilig und unverletzlich.
Auch bewahrte er das unverbrüchlichste Stillschweigen, bis der Direktor im Herbste desselbigen Jahres auf wiederholtes Ansuchen in den Ruhestand versetzt wurde.
Erst dann erfuhr die jauchzende Prima den Hergang jener unerwarteten Versöhnung.
Rumpfs »aufrächtäge Reue« war für die lachlustige Bevölkerung des Städtchens eine Quelle unendlicher Heiterkeit. Unter denen, die sich am meisten über die Farce amüsierten, befand sich der joviale Direktor Samuel Heinzerling, der treffliche Autor der lateinischen Schulgrammatik.
Möge es ihm vergönnt sein, noch recht oft beim schäumenden Glase zu erzählen, wie er den gottlosen Schelm »Wälhälm Rompf« auf dem Karzer besuchte … »Rompf« seinerseits wird jenes schöne Rencontre im Gebiete Quaddlers nie vergessen, und sollte er so alt werden wie Grillparzer.