»Herr Doktor!« stöhnte er mit verlöschender Stimme, nach rechts und links mit den Armen in die Luft greifend. »Ich ersticke! Ich ersticke!«

Doktor Perner ließ los. Hutzler reckte seinen Hals und begann, ihn vollends auszuwickeln.

»Nun, was zögern Sie noch?« rief der Lehrer, indem er mit der rechten Hand nach der Tür deutete. »Losgeschnallt! sage ich, und dann hinauf! Vor nächstem Montag kommen Sie mir nicht wieder herunter!«

»Also weil ich mich Ihrer ausdrücklichen Anordnung entsprechend etwas wärmer gekleidet habe, belegen Sie mich mit Karzerstrafe?« sagte Hutzler, gleich darauf in einen erneuten Hustenanfall ausbrechend. »Erlauben Sie, Herr Doktor, ist der Karzer geheizt?«

»Der Pedell wird das Nötige besorgen«, entgegnete Doktor Perner. »Schwarz, bestellen Sie einmal, daß Nummer fünf geheizt wird. Und jetzt bringen Sie sich unverzüglich in eine anständige Verfassung. Diese schamlosen Wülste hier dulde ich nicht!«

»Aber, Herr Doktor, es sind ja zwei Kopfkissen! Meine Mutter hält so viel auf ihr Weißzeug, die würde sich schön wundern, wenn sie erführe …«

»Kein Wort mehr, oder ich vergesse mich!«

Hutzler schwieg und begann, seine Kissen loszuschnallen. Mit einemmal stieß er einen Schrei des Entsetzens aus. Die Naht war geplatzt, und eine Flut von Federn ergoß sich in das Schulzimmer.

Wir andern eilten sofort hinzu, um die kostbaren Daunen aufzulesen, und bald wirbelte es rings wie Schneeflocken.