Es war ein gewaltiger Lärm, die Menschen liefen von allen Seiten aus den Häusern, schauend, fragend, aber keiner unter den vielen hatte den Muth, den Räuber, der durch sie hin flog, aufzuhalten.
Aber er sollte diesmal nicht entkommen. Ein Fleischerhund lief über die Gasse, und ihm zwischen die Beine. Er fiel der Länge nach hin. Durch den Fall ging eine Pistole los. Die Menschen schrieen, als wären sie alle verwundet.
Ehe Lips Tullian, von dem heftigen Falle betäubt, sich aufraffen konnte, hatten ihn zwanzig Fäuste gepackt. Er vermochte nicht die mindeste Bewegung zu machen, so fest war er im Augenblicke von den wuthschnaubenden Polizeidienern zusammen geschnürt, und ehe er sich recht besinnen konnte, lag er in einem unterirdischen Gefängnisse des Leipziger Rathhauses auf einer Strohschütte und an einer schweren Kette.
XXIV.
Die Verurtheilung.
Die Thüre, die sich jetzt für ihn geöffnet,
Greift hinter ihm für immer in das Schloß;
Kein Weg zurück zur Freiheit und zum Leben,
Nur schaudernd vorwärts zu der Schlachtbank.
Th. Körner.