Heliozoen mit einem Skelet, welches aus Spicula oder zerstreuten Stäbchen (radialen Stacheln oder tangentialen Nadeln) zusammengesetzt ist.
Gattungen: Acanthocystis (spinifera). Heterophrys (marina).
Dritte Ordnung der Heliozoen:
Desmothoraca (HERTWIG). Beschalte Sonnlinge.
Heliozoen mit einem Skelet, welches eine kugelige, von Löchern durchbrochene Schale bildet.
Gattungen: Hedriocystis (pellucida). Hyalolampe (fenestrata).
Vierzehnte Classe des Protistenreiches.
14. Radiolaria (J. MÜLLER). Strahlinge.
Organismen, welche in entwickeltem Zustande aus zwei verschiedenen Haupttheilen bestehen, einer inneren, festen, mit Zellen gefüllten Central-Kapsel (Capsula centralis) und einem äusseren Syncytium, einer Protoplasma-Masse, welche die erstere allseitig umgiebt, und von welcher ausserdem zahlreiche Scheinfüsschen oder Pseudopodien ausstrahlen; letztere verhalten sich ganz wie diejenigen der Acyttarien. Der wesentliche Unterschied von den letzteren besteht in der stets vorhandenen Centralkapsel; diese ist der Sporenblase der Myxomyceten vergleichbar und stellt einen Fruchtkörper (Sporangium) dar, indem ihr gesammter Inhalt sich in Keimzellen (Sporae) verwandelt. Ausserhalb der Centralkapsel finden sich meist noch eigenthümliche gelbe Zellen, welche Stärkemehl enthalten. Nur wenige Radiolarien sind weich und nackt; die meisten besitzen ein Skelet, welches aus Nadeln (Spicula), einem Balkengeflecht oder einer Schale besteht; diese ist meistens aus Kieselerde gebildet, von äusserst mannigfaltigen und zierlichen Formen. Die Ernährung der Radiolarien geschieht wie bei den Acyttarien durch die Pseudopodien. Die Fortpflanzung erfolgt ungeschlechtlich, selten durch Theilung, meistens durch Sporenbildung. Die Sporen, welche innerhalb der Centralkapsel entstehen und aus dieser ausschwärmen, sind mit Geisseln versehene Schwärmsporen. Alle Radiolarien leben im Meere und schweben theils an der Oberfläche, theils in verschiedenen Tiefen.