ass i de nit vergesse;

Rosmeri und Nägeli drî,

g'hörsch, i möcht gern bî der sî!

bî der sî, wie's Rösli hockt

am-ene einige Stengel:

Der Herr ist schön, sî Frau ist schön

und s' Chind ist wie ne Engel.

Aber dieser Maibaum wird nur der Getreuen gesetzt, "ein dürrer Walberbaum" kommt zur schmerzlichen und entehrenden Ueberraschung vor das Fenster der Verführten (Bavaria II, 269), oder ein Strohpopanz, Namens Walburg, wird der Faulen aufgesteckt, die zu dieser Zeit ihr Land noch nicht umgegraben hat. Kuhn, Nordd. Sag. S. 376. Inzwischen erforscht zur selbigen Nacht das Mädchen ihre Zukunft aus mehrfachen von Walburg selbst herrührenden Liebesorakeln. Die Heilige trägt eine aufgeweifte Spindel. Auf diese bezieht sich der österreichische Brauch des Fadenziehens, welchen Vernaleken, Alpensag. no. 92. 93 meldet. Die Mädchen, welche Lust haben, ihres Zukünftigen Beschaffenheit vorauszuwissen, setzen sich Mitternachts in einen Kreis und nehmen einen feinen Gespinnstfaden ihrer eignen Arbeit, der jedoch drei Tage vorher hinter einem Mariabilde gehangen hat. Während er im Kreise herum durch die Finger läuft, spricht man stille und mit geschlossnen Augen:

Voaten, i ziech di,

Walpurga, i bid di,