Doch wir kehren zurück zu den ferneren Volksbräuchen der Walburgisfeier. In derselben Mainacht werden glattgeschälte, schmuckbehangene Bäumchen auf die Dorfbrunnen und der Liebsten vors Fenster gesteckt, damit jene das Jahr über klar fliessen, und diese eben so lange wieder frisch und schön bleibt. Man wählt dazu besonders die Zweige der Eberesche mit ihren rothen Beeren, davon heisst sie selber der Wolbermay (Prätorius, Blockesberg, 460). Die Reime, die man an den Baum hängt oder vor dem Kammerfenster des Mädchens hersagt, ergehen sich in den gleichen Sinnbildern:

Grüss dich Gott durch eine Hand voll Seiden,

Alle frischen Herzen will ich deiner wegen meiden.

Grüss dich Gott durch einen Seidenfaden,

Gott bewahre dich im finstern Gaden.

I lôss sie grüessen durh e höchi Tanne,

die Zît isch cho zum Wîben—und zum Manne,

I lôss sie grüessen durh es Hämpfeli Thau:

i wött, mî Holdi wär mî Frau.

Rosmeri und Zypresse,