Ich vertrete mein Recht!
Vous êtes fou!
Er hebt sich halb vom Sessel empor.
Nein. Aber – Thea, was sind das für Worte? Fühlst Du denn nicht, daß ich thun muß, was ich thun will?
Ich sehe nur, daß Du Dich ruinieren willst.
Thea, wenn ich nicht an Dir zweifeln soll, muß ich Deine Worte für Edelmut nehmen. Aber das ist ein falscher, ein schlechter Edelmut.
Und mit weißen, bebenden Lippen raunt er mir ins Ohr:
Was ich in dieser Nacht gethan, ist ein Verbrechen. Kann nur gesühnt werden durch die höchste Liebe, die den Menschen über alle irdischen Schranken, über sich selbst hinaushebt. Und diese Liebe muß den Mut zum Licht haben. Sie darf vor keiner ihrer Consequenzen zurücktreten – sonst, Thea, merk wohl, bin ich ein Schurke, ein gemeiner, erbärmlicher Schurke, ein Ehrloser.
Ich bin ganz kalt, gelassen.
Was Du da sagst, ist Unsinn. Du hast kein Verbrechen begangen, sondern nur eine Dummheit, die am besten durch Schweigen gut gemacht wird. Uns aneinander ketten, heißt, uns beide unglücklich machen. In zwei Jahren bist Du meiner überdrüssig, oder ich Deiner. Ich bin nicht gewöhnt, mich einzuschränken. Die Erträgnisse Deiner Liebesgedichte würden wohl kaum für das Parfum ausreichen, welches ich gebrauche. Unter solchen Umständen ist die höchste Liebe etwas durchaus Unhaltbares.