Katya: Nein. Lieb' ich Sie nicht.

Stoneberg: Sie haben Vertrauen zu mir. Sie werden's lernen mir gut sein.

Katya: Lernt man nicht.

Stoneberg: Ich liebe Sie so unendlich –

Katya: Glauben Sie – aber ist nicht Wahrheit. Haben mir jetzt gesagt viel Worte mit schöner Klang, nicht eine Mal meiner Nam', weil steht meiner Nam' nicht in Ihre Herz. Er haben mir nur gesagt meiner Nam', haben geschrien meiner Nam' im Tod ....

Stoneberg: Wer? wer?

Katya (eintönig): War arme Junge. Sohn von alte Frau, wo ich haben gewohnt in Praha. Haben mich sehr geliebt. Und ich – war ich jung und war er schöne Bursch, wär' ich vielleicht gelaufen mit ihm betteln auf Landstraße ohne Ring an Finger und ohne Segen in Kirche. Aber der gnädige Herr – haben er verlangt große Opfer und hab' ich gegeben ihm. Habe gesagt nein zu armer Junge. Bin gefahren hinaus in Welt und er haben geworfen sich vor der Pferde und geschrien meiner Nam': Katya, Katya! – Oh er haben geliebt mich recht.

Stoneberg: Aber begreifen Sie denn nicht, daß die Natur eines jeden Menschen sich anders äußert?

Katya: Ist nur eine Liebe. Liebe immer gleich.

Stoneberg: Ich mag's glauben, daß jener Ihnen seine Liebe anders gestanden hat. Ich glaub's nicht, daß er Sie mehr geliebt hat als ich. Ich mache Sie zu meinem Weib. Ich trete mit meinem Namen, mit meiner Ehre für das Weib ein. Das ist nicht wenig vor der Welt, denn die Welt kennt Sie nicht, wie ich. Und dennoch bin ich bereit, Sie auf meinen Armen wie eine Königin durchs Leben zu tragen, Allen zum Trotz.