Katya: O ja. Hab' ich jetzt Ring an Finger. Meine Ehrenwort.
Stoneberg (hält einen Moment stumm ihre Hand. Nimmt dann die Amati, giebt sie Katya): Ihr Brautgeschenk.
Katya (schreit auf, preßt die Geige in die Arme, küßt sie. In namenlosem Jubel): Mein, mein!
Stoneberg (für sich, auf Katya blickend): Mein.
Katya: O – o die kleine, braune Ding, wie ich ihr liebe. Wird sie helfen mir, wenn ich suche rechte Ton für gnädige Herr. Werd' ich können spielen, wie ich habe geträumt seit Jahre. Werd' ich finden eine Mal, eine Mal in meiner Leben Glück.
Stoneberg (für sich): Welche Schönheit, welche Kraft! Ich liebe – ich fürchte sie. Aber ich lasse sie nicht. Und müßte ich um sie ringen – mit ihr selbst.
Katya: Hab' ich einer großen Bitte an Sie. Kann nicht erwarten zu hören Amati. Möchte spielen Melodie, erste, die habe ich gehört von Beethoven als kleine Kind. Wollen begleiten mich auf Klavier. Bitte, bitte!
Stoneberg: Kind, großes Kind! Wenns Dir Freude macht – (Katya zuckt leicht zusammen). Aber ich kann den Satz nicht auswendig.
Katya: Wird sein hier unter Noten. Sehen wohl – hier Beethoven.
Stoneberg (nimmt den Band, setzt sich ans Klavier, schlägt auf. Katya behält von jetzt bis zum Schluß die linke Seite, zwar so, daß sie sich immer mehr der Beethovenbüste nähert).